Die Ahrtal-Flut und das Klima-Märchen
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Vor fünf Jahren traten nach extremen Regenfällen mehrere Flüsse im Ahrtal zwischen Köln, Bonn und Koblenz über die Ufer. Wassermassen begruben die Dörfer unter sich, der Katastrophenschutz hatte versagt, 185 Menschen starben in den Trümmern.
Gestern wurde mit einer Gedenkstunde im Landtag in Düsseldorf an die Opfer erinnert. Dabei sprach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er erklärte, der Klimawandel sei Ursache der Sturzfluten, und mahnte: „Wir dürfen den Klimaschutz nicht aus den Augen verlieren!“ Nur so gebe es „eine Chance, den Trend umzukehren“ und „die menschliche Zivilisation“ zu retten. Das seien wir „den nachkommenden Generationen“ schuldig.
Steinmeier kolportierte damit eine Behauptung, die von vielen Politikern aufgestellt wird: Der Klimawandel verursacht Hochwasserkatastrophen – und weil er menschengemacht ist, können wir dafür sorgen, dass die Katastrophen ausbleiben. So hatte sich vor zwei Jahren zum Beispiel auch der damalige Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) geäußert. Er sagte der Berliner Morgenpost am 17. September 2024, Hochwasser sei eine Folge der Erderwärmung. Daher seien „der schnellere Ausbau der Erneuerbaren so wichtig“, außerdem „die Wärmewende und eine klimafreundliche Produktion in der Industrie“.

Der Bundespräsident gedenkt der Opfer.
Die Experten waren und sind sich nicht so sicher: Führende Meteorologen vertraten nach der Katastrophe die Meinung, dass es sich im Falle des Ahrtals um ein extremes regionales Wetterereignis gehandelt habe, das nicht von der Erderwärmung herbeigeführt worden sei. Ähnliche Hochwasser habe es bereits früher im Ahrtal gegeben, schreibt der Klimaexperte Axel Bojanowski in der Tageszeitung „Die Welt“, zum Beispiel in den Jahren 1910 und 1804.
Genauso hatte sich ein Bürgermeister aus der Ahrtal-Region am 18. Juli 2021 geäußert: Auf einer Pressekonferenz mit der damaligen Bundeskanzlerin Merkel wies er darauf hin, dass es Flutkatastrophen schon in früheren Jahrhunderten gegeben habe.
Es sieht aus, als würden die regierenden Politiker den Zusammenhang zwischen Erderwärmung und Naturkatastrophen herbeireden und regelrecht herbeisehnen, um ihre Klimapolitik zu rechtfertigen, die alles teurer macht und Industrie und Arbeitsplätze gefährdet. Anders kann man es nicht erklären, dass sie das Klima-Märchen vom Ahrtal immer wieder neu erzählen.
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