Gottschalk liebt die Frauen – na und?
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Man kann es nur schäbig nennen: Das Zweite Deutsche Fernsehen hält ein Tribunal über seinen größten Helden Thomas Gottschalk, der schwer an Krebs erkrankt ist. Moderatorin Dunja Hayali preist eine Doku an, in der fünf mehr oder weniger prominente Frauen aus der Unterhaltungsbranche über angebliche Sexualisierung im TV vor 30 Jahren durch Thomas Gottschalk berichten.
Der Sender zeigt eine Aneinanderreihung von Szenen, in denen Gottschalk bei „Wetten, dass …?“ weibliche Gäste am Arm berührt oder ihnen das Knie tätschelt. Dazu heißt es: „‚Wetten, dass …?‘ hatte eine klare Rollenverteilung: Die Frau ist hübsch, der Mann sagt an, fummelt rum und überschreitet Grenzen.“
Die großen Stars lieben und achten Thomas Gottschalk
In Wirklichkeit hatte sich damals nicht ein einziger weiblicher Gast über Gottschalk beschwert. Persönlichkeiten wie Madonna, Cher, Claudia Schiffer oder Iris Berben freuten sich, neben Gottschalk aufzutreten, und sagten das auch. Was auch immer da auf dem Sofa passierte – es war Teil eines Geschehens, das man Showbusiness nennt. Die Stars kannten und wussten das – und spielten mit. Was Millionen Zuschauer live miterleben, kann nicht sexistisch sein, sondern gehört zur Show, sagen sie sich.
Man muss nicht alles lustig finden, was Thomas Gottschalk in seinen großen Shows an Witzen erzählte. Aber seine TV-Partnerinnen waren ganz sicher keine Angrapsch-Objekte, wie jetzt behauptet wird. Dazu waren sie viel zu selbstbewusst.

ZDF-Legende Thomas Gottschalk
Das ZDF will seinen früheren Star vernichten
Was in dieser sogenannten Doku geschieht, ist der Versuch, einen Menschen zu vernichten. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Persönlichkeit, die die geniale Begabung hatte, anderen Menschen mit Humor, Schlagfertigkeit und Ideenreichtum Freude zu bereiten. Er war erfolgreich wie kein anderer. Millionen Menschen schauten ihm zu. Gottschalk und der Samstagabend – eine unzertrennliche Ehe auf Zeit.
Thomas Gottschalk ist einer, der die Frauen liebt – und ihnen das auch zeigt. Einer, der einer Frau die Tür aufhält, bevor er selber reingeht. Einer, der aufsteht, wenn eine Frau hereinkommt. Ich habe es selber gesehen. Wie schäbig.
Jetzt, da er erkrankt ist, versucht man, ihn vom Sockel zu stoßen – wie schäbig. Das hat Thomas Gottschalk nicht verdient.
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