Staatsschutz ermittelt: Brandanschlag in Soest auf Stromkasten legt Handy- und Stromnetz lahm
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Am frühen Dienstagmorgen haben Unbekannte in der Kreisstadt Soest (NRW) einen Brandanschlag auf die Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur begangen; es kam zu Ausfällen einer Ampelanlage, einer Wetterstation und beim Mobilfunknetz. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
Gegen 4 Uhr morgens meldete laut Polizei ein Zeuge einen brennenden Stromkasten im Soester Osten. Die Polizei geht „nach derzeitigem Stand der Ermittlungen von einer vorsätzlichen Manipulation“ aus. Mittlerweile hat der Staatsschutzbereich der Polizei Dortmund die Ermittlungen wegen Störung öffentlicher Betriebe und gemeinschädlicher Sachbeschädigung durch Feuer übernommen. Die gerufene Feuerwehr habe den Brand zügig löschen können.
Stromkasten vollständig zerstört
Der Stromkasten, der sich neben einer Bundesstraße in einem umzäunten Gelände befand, wurde vollständig zerstört. Er versorgte Ampeln und einen Mobilfunkmast mit Strom. Der Schaden soll sich laut Medienberichten auf mehrere tausend Euro belaufen. Auch ein Mobilfunkmast auf dem Gelände war Ziel des Anschlags; den Tätern gelang es jedoch nicht, den Mast in Brand zu setzen.
Laut Polizei kam es durch den Brand „lediglich“ zu einem Stromausfall an einer Ampelanlage an den benachbarten Bundesstraßen und zum Ausfall einer Wetterstation. Weitere Haushalte oder Gebäude seien nicht betroffen gewesen. Medienberichte sprechen zudem von Einschränkungen beim Mobilfunknetz.
Kein Bekennerschreiben
Ein Bekennerschreiben zum Fall ist nicht bekannt.
Von Soest sind es etwa 100 Kilometer zum Großraum Düsseldorf, dem bevorzugten Anschlagsgebiet der ökoterroristischen Gruppe „Kommando Angry Birds“. Für einen Zusammenhang der Tat in Soest mit der Terrorgruppe gibt es momentan keine Hinweise. Das „Kommando Angry Birds“ hatte kürzlich in einem Manifest einen Plan aufgestellt, wie vielzellige „autonome Zellen“ in einem konzertierten Handeln einen „Systemausfall“ bewirken könnten.
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