„Ich erfinde Geschichten“: Correctiv-Aktivist Jean Peters löscht seine Spuren im Netz
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Nanu, das ging dann aber schnell …
Nur wenige Stunden nach den NIUS-Berichten über Jean Peters, einem der Hauptautoren der Correctiv-Geschichte zum „Geheimplan gegen Deutschland“, hat der Aktivist einige brisante Passagen auf seiner Website geändert. Der Mann hinter der Recherche verwischt seine Spuren im Netz …
Dort heißt es nun: „Ich arbeite mittlerweile als investigativer Journalist bei Correctiv“. Davor habe Peters „Aktionen entwickelt, mit denen ich in das politische und ökonomische Geschehen intervenierte.“ Die ursprüngliche Selbstbeschreibung war wie folgt formuliert: „Ich entwickele Aktionen und erfinde Geschichten, mit denen ich in das politische und ökonomische Geschehen interveniere.“ Geschichten erfinden – DAS passt natürlich nicht zu dem Bild, das die Correctiv-Recherche über das „Geheimtreffen“ vermittelt wissen will …
Und eine weitere pikante Passage ist verschwunden. Sein Aktivismus, den er „taktische Medienarbeit“ genannt hatte, beschrieb Peters so: „Besonders wichtig dabei: Mit der passenden Medienstrategie Aufmerksamkeit erregen, den gesellschaftlichen Diskus anregen und so zum Wandel beitragen.“

Die Website von Jean Peters vor der Änderung.
Sehen Sie auch bei NIUS: Geheimdienst-Methoden und nachweisbare Lügen: Die Wahrheit hinter der Correctiv-Recherche
Ein Aktivist, kein Journalist
Inzwischen sind diese Sätze von der Homepage gelöscht – oder ins Präteritum übertragen. NIUS hatte berichtet, wie Peters’ Vergangenheit als Aktivist, der sich unter anderem gegen Klimaskeptiker, Großkonzerne oder rechte Parteien gestellt, Undercover-Einsätze durchgeführt und Treffen infiltriert hatte, die Berichterstattung von Correctiv unglaubwürdig macht. Auch bei der Geschichte „Geheimplan gegen Deutschland“ wurde, so heißt es aus Teilnehmerkreisen, an vielen Stellen Kontext ausgespart und Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen.
Jean Peters (bei dem es sich laut eigener Aussage um ein Pseudonym handeln soll) hatte in der Vergangenheit unter anderem Informationen über das Ibiza-Gate rund um FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache an die Redaktion von Jan Böhmermanns Neo Magazin vermittelt und AfD-Politikerin Beatrix von Storch 2016 mit einer Torte angegriffen. Mehrere Jahre lang war er Mitglied des Peng-Kollektivs. Bis heute steht er nach Informationen von NIUS dem eingetragenen Verein als Schatzmeister vor.
Auch bei NIUS: „Geheimplan gegen Deutschland“: Wie das staatlich finanzierte Portal Correctiv eine Wannseekonferenz 2.0 erfand
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