Bundesregierung kann nicht belegen, dass Weimer seine Unternehmens-Stimmrechte an seine Frau übertragen hat
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Die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Hess fragte die Bundesregierung, ob es einen Beleg dafür gebe, dass Wolfram Weimer seine Stimmrechte an seinem Unternehmen Weimer Media Group auch wirklich abgetreten habe. NIUS liegt die Antwort exklusiv vor.
„Gibt es einen belegbaren Nachweis dafür, dass – bezogen auf die Weimer Media Group und die von Dr. Wolfram Weimer verkündete Stimmrechtsübertragung an seine Frau – diese Stimmrechtsübertragung tatsächlich stattgefunden hat, und wenn ja, in welcher Form ist diese Übertragung erfolgt, und existiert hierzu ein schriftlicher Vertrag, beziehungsweise fand die Abtretung mündlich oder notariell statt?“
Das fragte die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Hess in einer schriftlichen Frage an die Bundesregierung. Die antwortet: „Die konkrete Ausgestaltung der Stimmrechtsübertragung stellt keine Angelegenheit im Verantwortungsbereich der Bundesregierung dar.“

Christiane Goetz-Weimer (links) und Wolfram Weimer (rechts) posieren 2023 auf der Markengala der Weimer Media Group.
Entscheidendes Detail in der Korruptionsaffäre um Weimer
Bei der Frage nach der Übertragung der Stimmrechte handelt es sich um ein entscheidendes Detail in der Korruptionsaffäre um Wolfram Weimer. Hätte er keine Stimmrechte, könnte die Weimer Media Group – je nach Ausformung – beispielsweise Jahresabschluss, Gewinnverwendung, Bestellung und Abberufung von Geschäftsführern ohne ihn feststellen.
Weimer hatte erklärt, seine Stimmrechte an seine Frau übertragen zu haben. Zudem wären seine verbliebenen stimmrechtslosen Anteile ohnehin „nicht gewinnberechtigt“ gewesen, so Weimer. Sollte dies zutreffen, wäre Weimer in der Affäre zumindest teilweise entlastet. Entsprechende Nachweise über die Vorgänge stehen jedoch aus.

Wolfram Weimer steht wegen seiner Geschäftspraktiken immer wieder heftig in der Kritik.
Weimers Unternehmen Weimer Media Group war in die Kritik geraten, weil es gegen Zahlungen von bis zu 80.000 Euro Kontakte zu Politikern, darunter seine eigenen Kabinettskollegen, und „Einfluss“ auf diese anbietet. Mittlerweile hat Weimer erklärt, seine Anteile an der Weimer Media Group in Höhe von 50 Prozent an eine Treuhand übergeben zu haben. Die Fragen nach der Ausformung der Stimmrechte und Gewinnberechtigung sind davon unberührt.
Mehr NIUS: Bundesregierung hat keine Belege für AfD-Drohnen über Weimers Haus
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