„Grundrechtseingriffe, die nicht nötig waren“: Kretschmer fordert Entschuldigung für die Corona-Politik
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Corona und kein Ende: Lockdowns, Geschäftsschließungen, beschränkter Aufenthalt im Freien, die Liste der umstrittenen Corona-Maßnahmen ist lang, und sie beschäftigen viele Menschen noch immer.
In politischen Debatten und in den Kommentarspalten der sozialen Medien werden vielen Politikern auch heute noch Äußerungen und Entscheidungen von damals vorgehalten. Nicht selten in unversöhnlichem Ton.
„Sich zu entschuldigen, ist auch für Politiker nicht ehrenrührig“
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat jetzt zu einer schonungslosen und kritischen Aufarbeitung der Corona-Politik aufgerufen. Im Gespräch mit NIUS sagte Kretschmer: „Wir Politiker sollten selbstkritisch mit den eigenen Entscheidungen in der Corona-Politik umgehen. Es gab Grundrechtseingriffe, die nicht nötig, überzogen oder unwirksam waren. Sich dafür zu entschuldigen, ist auch für Politiker nicht ehrenrührig. Ich habe das mehrfach gesagt und getan.“

Michael Kretschmer (CDU)
Kretschmer macht keinen Hehl daraus, dass viele Politiker in der Corona-Zeit auch eher hilflos agierten. „Es war ein Versuch, das Beste zu machen, aber es gab eben auch Maßnahmen, die von Menschen als übergriffig oder gar Unrecht empfunden wurden. Da wir die Dinge nicht mehr korrigieren können, bleibt die Entschuldigung und der Wunsch, gemeinsam weiter in die Zukunft zu gehen und aus den Dingen zu lernen.“
Die Politik müsse aus den Fehlern der Corona-Zeit lernen, sagt Kretschmer beim NIUS-Gespräch in der Dresdner Staatskanzlei. „Was wir in der Corona-Zeit falsch gemacht haben, darf sich nicht wiederholen und nicht in anderen Politikfeldern wieder auftauchen.“
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Ralf Schuler
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