Günther will bundesweite Zuckersteuer vorantreiben
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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) drängt auf die Einführung einer bundesweiten Zuckersteuer. Im ersten Quartal des kommenden Jahres will sein Bundesland dazu eine Initiative im Bundesrat starten. Ziel sei es, Übergewicht einzudämmen und eine gesündere Ernährung zu fördern.
Günther begründet den Vorstoß mit den gesundheitlichen Folgen eines hohen Zuckerkonsums. „Eine Zuckersteuer ist politisch und ökonomisch längst geboten, weil zu starker Zuckerkonsum erhebliche gesundheitliche Probleme und damit auch enorme gesellschaftliche Kosten verursacht“, so Günther.
Rückendeckung erhält der Ministerpräsident aus dem eigenen Landtag. Mitte Oktober sprach sich das Parlament in Kiel mit den Stimmen fast aller Fraktionen für eine Abgabe auf besonders zuckerhaltige Soft- und Energy-Drinks aus. Die Landesregierung wurde aufgefordert, sich auf Bundesebene für eine nationale Regelung einzusetzen.
Neben der Bundesratsinitiative will Günther das Thema auch parteiintern vorantreiben. Er kündigte an, die Einführung einer Zuckersteuer auf dem CDU-Bundesparteitag im Februar zur Diskussion zu stellen. „Lieber wäre es mir, wenn wir das ohne staatliche Regulierung hinbekämen – aber so weit sind wir offenbar noch nicht“, so Günther.
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