Verrücktes Werbevideo von der Union: „Du bist zu hässlich für Onlyfans, du bist zu dumm für einen Doktor? Dann komm zur JU!“
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Die Suche nach politischem Nachwuchs gestaltet sich nicht immer ganz einfach. Die Junge Union in Günzburg hat nun jedoch scheinbar einen neuen Ansatz gefunden, um die Mitgliederzahl aufzubessern. Auf Instagram wirbt sie in einem kurzen Video mit dem Statement: „Du bist zu hässlich für Onlyfans, du bist zu dumm für einen Doktor? Dann komm zur JU!“
Vorgetragen werden die einzelnen Sätze jeweils von drei weiblichen Mitgliedern, die ihre Phrase nacheinander in die Kamera sprechen und dann wieder aus dem Bild verschwinden. Ihr Ziel dürfte das Trio erreicht haben, die Aufmerksamkeit ist dem kleinen bayerischen Kreisverband mit knapp über 1000 Abonnenten nun sicher. Über 110.000 Menschen sahen das Video auf der Social-Media-Plattform bereits. Im Vergleich: Selbst ein Reel mit CSU-Prominenten wie Dorothee Bär erreicht gerade einmal ein paar tausend Klicks.
Hier der Clip:
Ob sich durch das Video tatsächlich neue Mitglieder finden lassen? Für den anstehenden Kommunalwahlkampf in Bayern Anfang März könnte der Jugendverband sicherlich tatkräftige Hände gebrauchen. Wie fallen also die Reaktionen aus? In den Kommentaren unter dem Beitrag sind die Reaktionen zwiegespalten. Während sich einige Nutzer über dieses „zeitlose Meisterwerk des Marketings“ amüsieren, sind andere gar erbost: „Wie kann man als junge Frau in 2026 in dieser Partei sein? Unverständlich“, schreibt etwa der Nutzer Randy Gold. Andere bezeugen eine „gute Selbsteinschätzung“, man sei „wenigstens ehrlich“.
Zwar sticht das Video durch seinen Inhalt zwischen den Werbevideos anderer Parteien durchaus hervor, ganz neu ist der Ansatz allerdings nicht. Mit dem Satz „du bist zu hässlich für Onlyfans“ werben Firmen und Vereine auf Social Media aktuell in ironischer Weise für sich selbst. Ob Kanalarbeiter, Verkäufer für Ultraschallgeräte oder eben die Junge Union – der Ansatz ist branchenübergreifend beliebt.
Ob er für die JU aber der richtige ist?
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