Monika Maron über Islamisten in Deutschland: „Wer den Islam ernst nimmt, für den gilt das Grundgesetz nicht“
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Es ist eine weite Uckermark-Landschaft rund um das Haus von Monika Maron, die in diesen Tagen zu einem frischen und kraftvollen Frühling erwacht. Ihr Sommerhaus wird auch in den gerade erschienenen Tagebüchern „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig“ erwähnt, die Anfang der achtziger Jahre in der DDR beginnen und fast bis zur Gegenwart reichen.
Bei „Schuler! Fragen, was ist“ erzählt Maron über ihren Blick auf den Islam in Deutschland, den sie in dem Roman „Munin oder Chaos im Kopf“ verarbeitet hat und der am Ende zum Zerwürfnis mit dem S. Fischer Verlag führte.
Das ganze Interview mit Monika Maron sehen Sie hier:
„Dieser Islam müsste sich aufklären lassen oder sich selbst aufklären“
Das Problem beginne damit, sagt Maron, dass unzulässig versucht werde, zwischen Islam und Islamismus zu trennen. „Im Namen von Religionen wurde schon viel gemordet, auch im Namen der Christlichen. Aber der Islam hat ja ein völlig anderes Gesellschaftsverständnis. Er ist ja nicht nur Religion, sondern er ist ein Gesellschaftsmodell und herrscht über alles in der Gesellschaft. Darum ist eigentlich diese Trennung zwischen Islam und Islamismus nicht möglich. Diese Trennung hat man nur gemacht, um vielleicht die friedlichen Muslime nicht zu kränken. Aber der Islam grundsätzlich ist eine Religion vor der Aufklärung. Er hat seinen Anspruch auf das Gesamtgesellschaftliche niemals aufgegeben. Und wer den Islam als Muslim ernst nimmt, für den gilt auch das deutsche Grundgesetz nicht, weil der Islam höher steht. Und das ist das größte Problem damit.“

Monika Maron im Gespräch mit Ralf Schuler
Es ist ein nachdenkliches Gespräch, kein eiferndes. Monika Maron hat es sich nicht leicht gemacht, hat sich lange beschäftigt mit dem Islam und seiner Auslegung. „Das Problem für uns besteht darin, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen, dass man wissen muss, dass alles, was wir als Islamismus bezeichnen, im Islam vorgegeben ist“, sagt sie und nimmt einen tiefen Zug aus ihrer Zigarette (Marke „Pueblo Classic“). „Dieser Islam müsste sich aufklären lassen oder sich selbst aufklären, um zu akzeptieren, dass es eine Gesellschaft gibt, in die er nicht reinzureden hat, sondern dass Religion eben Privatsache ist.“
Das allerdings habe noch nie funktioniert, sagt Monika Maron, während Hund Bonnie durch das Haus streicht. „Das ist ja nicht nur unser Problem. Also eigentlich hat dieses Problem jedes Land, in dem der Islam irgendwie eine Kraft geworden ist. Es hat noch nie irgendwo wirklich funktioniert, dass der Islam sich einer anderen Ordnung untergeordnet hätte.“
Das ganze Interview mit Monika Maron können Sie hier anschauen.
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