Bayern braucht nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch eine runderneuerte Mannschaft!
Ein Beitrag von
Servus zusammen,
der Liedermacher Willy Astor komponierte vor vielen Jahren die Hymne des FC Bayern München: Stern des Südens. Da heißt es hoffnungsfroh, dass der Stern nie untergehen werde.
Obwohl die Diskussionen und Schlagzeilen rund um den Rekordmeister derzeit fast so klingen. Gemach: Noch sind die Bayern auf einem Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt und eben in dieser Champions League stehen sie gegen Arsenal London im Viertelfinale.
Das war es aber auch schon mit den guten Nachrichten.
Bei den Bayern ist der Wurm drin
Wer sich wie ich und all die Fußballfans am Ostersamstag den sogenannten Classico angeschaut hat, kann nur zu einer Meinung kommen: Bei den Bayern ist der Wurm drin. Und dieser Wurm sitzt überwiegend in der Mannschaft. Doch erst mal der Reihe nach: Schon bei der Entscheidung, sich am Saisonende von Trainer Thomas Tuchel zu trennen, habe ich als Fehler bezeichnet.
Nicht die Trennung an sich, sie hätte nur sofort in die Tat umgesetzt werden müssen. Das Verhältnis Trainer/Mannschaft war zerrüttet, ein klarer Schnitt wäre richtig gewesen. Seitdem eiern alle Beteiligten dem Ende entgegen. Der Trainer gibt sich mal wieder ratlos nach einer Niederlage wie gegen Dortmund und die Mannschaft hat jetzt keine Ausreden mehr. Sie steht auf dem Platz, sie muss zeigen, dass sie nicht nur Fußball spielen kann, sondern auch will.
Beides war am Samstag nur rudimentär zu spüren.
- Da frage ich mich, mit welcher Berechtigung Alfonso Davies für die Verlängerung seines Vertrages pro Jahr um die 20 Millionen Euro aufrufen will?
- Da frage ich mich, wie lange sich die Verantwortlichen noch die Launen von Herrn Sané gefallen lassen wollen, der für seine lustlosen Frustauftritte ebenfalls jährlich mit rund 20 Millionen Euro belohnt wird.
- Da stimme ich Joshua Kimmich zu, der nach dem mannschaftlichen Offenbarungseid gegen die Borussia zu Recht anmerkte, dass man in der aktuellen Situation der Bayern und bei einem Treffen gegen die Borussia niemanden an der Seitenlinie brauchen würde, der da für Motivation sorgen soll.
Der Tabellenstand, der Gegner und nicht zuletzt die Trainerfrage sollten Gründe genug sein. Ich fand von Anfang an, dass Tuchel nicht zu Bayern passt. Ich frage mich allerdings mittlerweile, wer überhaupt zu Bayern passt. Immer mehr komme ich zur Überzeugung, dass einige Spieler nicht mehr zu Bayern passen.
Max Eberl, der neue Sportvorstand, muss nicht nur bei der Wahl des kommenden Trainers ein gutes Händchen beweisen, er sollte auch ein paar faule Äpfel aussortieren, bevor der ganze Obstkorb zu schimmeln beginnt.
Noch steht der Stern des Südens am Firmament, noch ist aus den Bayern keine Sternschnuppe geworden. Aber es sieht so aus, dass andere Sterne heller zu glitzern beginnen.
Ihr Waldi Hartmann
Hier die neue Folge „Waldis Dritte Halbzeit“:
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