Harald Schmidt über die Fußball-WM: „Ich freue mich schon auf eine politisch verrutschte Aktion der Nationalspieler vor dem ersten Spiel!”
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Am 11. Juni startet die Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Am 14. Juni bestreitet die Nationalmannschaft ihr erstes Spiel. Harald Schmidt ist Fußballfan, Mitglied beim FC Bayern München und beim VfB Stuttgart. Der Ballbegeisterte spricht über die anstehende WM.
Der Entertainer sagt im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung über Bundestrainer Julian Nagelsmann: „Der Bundestrainer nähert sich dem Bundeskanzler an: Leistung Weltklasse, Kommunikation verbesserungsbedürftig. Nach meiner langjährigen Erfahrung als größter Schmutzwerfer der Nation behaupte ich: Der Julian ist medial angezählt. Sein Desaster-Auftritt war jener im ,Aktuellen Sportstudio'. Vergleichbar mit dem von Prinz Andrew bei der BBC, ohne dass ich die Problemfälle auch nur annähernd vergleichen möchte.“

Harald Schmit betätigte sich schon mehrmals als Fußballkommentator, etwa für Sky.
Auf das Gezerre um die Torwartfrage – Manuel Neuer oder Oliver Baumann – folgte ein missglückter Auftritt des Bundestrainers im ZDF-Sportstudio und dann ein Socken-Fauxpas: Nagelsmann trug ausgerechnet am Tag der Kader-Verkündung Socken, die ihm der degradierte Torwart Oliver Baumann geschenkt hatte, angeblich zufällig.
Harald Schmidt hat zum Auftreten des Bundestrainers eine eigene Meinung: „Ich wundere mich, dass der Julian, was Interviews angeht, nicht besser geschult ist, obwohl seine Gattin doch bei der Bild-Zeitung gearbeitet hat. Aber die Lust scheint groß zu sein, ihn medial weichzuklopfen. Sobald man mit dem Vornamen genannt wird, ist es kritisch. Alle Welt spricht von dem Julian. Das Ende von Laschet war, als er der Armin wurde.“
„Politisch verrutschte Aktion“
Über seine Erwartungen an die Mannschaft sagt Satiriker Schmidt: „Ich fürchte: Für den Julian wird es sehr eng, wenn es ein bisschen wackelt in Übersee. (…). Aber zumindest politisch, finde ich, könnte die Nationalelf ein Zeichen setzen: Die Spieler sollten im ersten Gruppenspiel nicht mit Kindern an der Hand einlaufen, sondern mit Rentnern. Um den demografischen Wandel ein bisschen zu unterstützen.“
Schon mehrmals hat der 68-Jährige an die WM in Katar 2022 erinnert, bei der sich die Spieler beim Gruppenfoto den Mund zuhielten – aus Protest gegen das Verbot der One-Love-Armbinde. Jetzt sagt Harald Schmidt im Interview: „Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf eine politisch verrutschte Aktion der Nationalspieler vor dem ersten Spiel!“

Am 2. Juni fliegt die Nationalmannschaft nach Chicago ins Trainingslager. Es folgt ein Spiel gegen die Gastgeber USA am 6. Juni und dann der Umzug ins WM‑Quartier im Bundesstaat North Carolina.
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Melanie Grün
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