DFL-Präsidium beendet Verhandlungen: Vorerst kein Investoren-Einstieg!
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Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) e.V. hat in einer außerordentlichen Sitzung in Frankfurt am Main einstimmig entschieden, die Pläne für eine Vermarktungspartnerschaft nicht weiterzuverfolgen.
Hans-Joachim Watzke, Sprecher des Präsidiums, sagte: „Eine erfolgreiche Fortführung des Prozesses scheint in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen nicht mehr möglich“. Die Entscheidung reflektiere die tiefe Spaltung innerhalb des deutschen Profifußballs, die zu heftigen Auseinandersetzungen nicht nur zwischen den Clubs, sondern auch innerhalb dieser, einschließlich Spielern, Trainern, Verantwortlichen und Fans, führe. Diese internen Konflikte bedrohen laut Watzke die Integrität des Wettbewerbs und die Finanzierung der 36 Clubs.
Keine Lösung für bestehende Probleme
Bei der Abstimmung der 36 Proficlubs über den Deal war im Dezember des vergangenen Jahres die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit nur knapp zustande gekommen. Aufgrund der umstrittenen Rolle von Hannover-Geschäftsführer Kind steht der Verdacht im Raum, dass bei dem Votum ein Verstoß gegen die 50+1-Regel vorgelegen haben könnte. Die Regel begrenzt den Einfluss externer Geldgeber bei Clubs der ersten und zweiten Liga.
Es dürfe nicht verkannt werden, dass es diesem Votum aufgrund der Vorgänge um Hannover 96 an breiter Akzeptanz fehle, stellte Watzke nun fest. «Darüber hinwegzugehen, darf vor dem Hintergrund des hohen Guts, das wir mit der 50+1-Regel in unseren Händen halten, nicht unser Ansatz sein. Das DFL-Präsidium steht einmütig zur 50+1-Regel.» Jede erneute Abstimmung würde weitere rechtliche Fragen zur Bewertung des im Dezember getroffenen Beschlusses aufwerfen, fügte Watzke hinzu. «Dies zu vermeiden und zu einem geordneten Spielbetrieb zurückzukehren, muss das vorrangige Ziel der DFL sein.»
Hannovers Vereinsführung hatte Kind angewiesen, gegen den Investoren-Einstieg zu stimmen. Das Abstimmungsergebnis und die öffentlichen Bekenntnisse von Antragsgegnern lassen jedoch darauf schließen, dass der 79-Jährige mit Ja gestimmt und dem DFL-Plan damit zur nötigen Mehrheit verholfen hat. Kind selbst äußert sich nicht zu seinem Votum.
Seit Wochen protestieren die Fußball-Fan-Szenen gegen einen Investoreneinstieg.
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