„Es gibt nur zwei Geschlechter“: Dynamo Dresden sieht im Fan-Banner „keinerlei beabsichtigten Diskriminierungscharakter“
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Dynamo Dresden stellt sich hinter die eigenen Fans: Wie der Verein auf Anfrage von NIUS mitteilte, habe der „gezeigte Banner keinerlei beabsichtigten Diskriminierungscharakter“. Vielmehr sollte damit die Kritik am Verband und dessen „aus Fansicht nicht nachvollziehbare Strafmaßermittlung“ im Falle von Bayer 04 Leverkusen zum Ausdruck gebracht werden.
Am Wochenende hatten Fans des Drittligisten ein Transparent entrollt, auf dem zu lesen war: „Es gibt nur einen lächerlichen DFB – und zwei Geschlechter“. Damit hatten Fans von Dynamo Dresden auf ein DFB-Urteil von vergangener Woche reagiert, als der Fußballbund wegen „unsportlichem diskriminierenden Verhalten“ Bayer 04 Leverkusen zu 18.000 Euro Strafe verurteilt hatte. Deren Fans hatten im November beim Heimspiel gegen Werder Bremen ein Banner gezeigt, auf dem es hieß: „Es gibt viele Musikrichtungen – aber nur zwei Geschlechter.“

Das erste Plakat des Anstoßes
Darin sieht ein Sprecher von Dynamo Dresden keine Diskriminierung. Der Verein betont gleichzeitig: „Dynamo Dresden steht für Offenheit und Toleranz jedem Menschen gegenüber – egal, welchen Geschlechts.“ Dies „lebten die Fans und der Verein tagtäglich gemeinsam“. Der Verein bekenne sich zu den „Werten ihres Leitbilds“ und stünde an etlichen Stellen gegen Diskriminierung ein. „Menschen aller Schichten, Hautfarben und Kulturen kommen in unseren Farben zusammen.“
Gestern wurde bekannt, dass der DFB-Kontrollausschuss unter anderem wegen des Banners Ermittlungen gegen Dynamo Dresden aufgenommen hat. Demnach habe der DFB ein Ermittlungsverfahren gegen Dynamo Dresden eingeleitet und den Verein diesbezüglich zu einer Stellungnahme angeschrieben. Dies bestätigte Dynamo Dresden. „Der Verein wird dazu gegenüber dem Verband Stellung beziehen“, heißt es von Seiten Dynamo Dresdens.
Auch bei NIUS: Absurde Strafe für Zwei-Geschlechter-Banner: Wie der DFB einer Ideologie verfallen ist, die den Frauensport zerstört
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Jan A. Karon
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