Rodel-Staffel um Wendl/Arlt gewinnt historische Goldmedaille
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Zum Abschluss der Rodel-Wettbewerbe krönen Deutschlands Medaillengaranten ihre Olympia-Auftritte mit Gold. Tobias Wendl und Tobias Arlt stellen bei den Winterspielen eine deutsche Bestmarke auf.
Die deutschen Rodel-Festspiele enden mit einem historischen Moment: Dank des Gold-Coups in der Team-Staffel haben sich die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt mit ihrem insgesamt siebten Olympiasieg seit 2014 zu Deutschlands erfolgreichsten Winter-Olympioniken gekrönt. Der Bayern-Express überflügelte seine langjährige Kollegin Natalie Geisenberger aus der bayerischen Trainingsgruppe „Sonnenschein“, die neben sechsmal Gold noch einmal olympisches Bronze gewann. Seit der Einführung der Staffel-Disziplin 2014 stand immer Deutschland ganz oben auf dem Olympia-Podest. Silber ging im Cortina Sliding Centre an Österreich, Bronze an Gastgeber Italien.
Am lautesten war aber natürlich der deutsche Jubel. Julia Taubitz und Max Langenhan feierten durch den Team-Erfolg ihr zweites Gold nach ihren Einzelsiegen. Dajana Eitberger, die am Vortag mit Debütantin Magdalena Matschina Silber bei der Olympia-Premiere im Frauen-Doppel holte, freute sich über ihr erstes Gold. Wendl/Arlt hatten zuvor Bronze im Doppelsitzer gewonnen.
Deutschland bleibt Rodelnation Nummer eins
Somit bleibt Deutschland die Rodelnation Nummer eins. Drei Olympiasiege sowie je einmal Silber und Bronze sind aufgrund der zuletzt starken Österreicher und Italiener eine Topbilanz. Das Traumergebnis von Peking 2022 mit viermal Gold und zweimal Silber wurde aber nicht erreicht. „Es ist vermessen, wenn man glaubt, die Peking-Bilanz kann man noch übertreffen“, sagte Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD).
In den Strukturgesprächen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund hatte der erfolgreiche Wintersportverband von insgesamt neun bis elf Medaillen in der Eisrinne angepeilt – inklusive Bob und Skeleton. „Das ist unser Ziel. Dem wollen wir so nahe wie möglich kommen – oder es vielleicht sogar übertreffen“, sagte Schwab vor dem Start der Skeleton- und Bob-Rennen.
Abschied von der olympischen Bühne
Mit dem siebten Olympia-Gold verabschieden sich Wendl/Arlt wohl auch von der olympischen Bühne. Ans Aufhören denken sie aber noch nicht. „Wir sind so fit wie lange nicht. Unterm Strich kann man sagen, dass das fitteste Duo Wendl/Arlt dasteht, das es je gegeben hat“, meinte Wendl.

Tobias Wendl (Deutschland, r) und Tobias Arlt (Deutschland) jubeln.
Ihre Karriere wollen sie unbedingt in ihrer Heimat am Königssee beenden, um Familien und Freunden etwas zurückzugeben. Der Bahn-Neuaufbau sollte zur WM 2028 abgeschlossen sein, steht aber auf der Kippe. „Das ist unser Ziel. Und wir wollen zum Abschluss in diesem Winter noch die große Kristallkugel im Gesamt-Weltcup holen“, sagte Arlt. Nach sieben von neun Stationen führt der Bayern-Express souverän.
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