Offener Brief an Hoeneß – „Einer muss es dir mal sagen, Uli!“
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Lieber Uli,
selbst bei intensivem Nachdenken kann ich weder am Inhalt noch am Zeitpunkt irgendeinen Grund erkennen, der deinen völlig überflüssigen Angriff auf Thomas Tuchel rechtfertigt. Was ist in dich gefahren, drei Tage vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid den mühsam hergestellten Burgfrieden im Verein muttwillig zu beschädigen? Alle Entscheidungen sind bereits getroffen. Die Beteiligten haben sich damit abgefunden und auch arrangiert.
Und dann kommst du um die Ecke, reißt alte Wunden auf und schlägst neue. Warum machst du Max Eberl, einem Mann deines Vertrauens, den Start so schwer? Warum verschaffst du Tuchel die Möglichkeit, sich als Märtyrer zu verabschieden, obwohl er die Hauptschuld an der Entwicklung der letzten Monate trägt?
Ehrlich gesagt, ich bin ratlos. Vielleicht weiß Susi, deine Frau, eine Antwort. Sie lag in der Bewertung von Xabi Alonso richtig. Er hat mit seinem Verbleib in Leverkusen Charakter bewiesen, stellte deine Frau zurecht fest.
Lieber Uli, hör besser auf Susi als auf deine innere Stimme. Im Kicker kündigst du an, wild entschlossen zu sein, deine Meinung wieder deutlicher zu sagen. Aber von dir erwarten die Bayern Fans, dass deine Worte dem Wohle des FC Bayern dienen. Das war zuletzt nicht der Fall. Also hör auf die Susi!
Nix für ungut, lieber Uli. Auch ich meine es nur gut.
Dein Waldi Hartmann
Hier die neue Folge „Waldis Dritte Halbzeit“:
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