Bund plant 2026 Strompreis-Subvention in Höhe von 29,5 Milliarden Euro
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Der Bund will im Jahr 2026 rund 29,5 Milliarden Euro einsetzen, um die Strompreise für private Haushalte und Unternehmen zu begrenzen. Das geht aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Damit erreicht die staatliche Unterstützung ein bisher nicht gekanntes Niveau, berichtet das Handelsblatt.
Ein wesentlicher Teil der Summe entfällt auf steuerliche Entlastungen und direkte Zuschüsse. So kalkuliert die Bundesregierung mit 3,9 Milliarden Euro an Mindereinnahmen durch die Absenkung der Stromsteuer. Weitere 1,5 Milliarden Euro sind für den ab 2026 vorgesehenen Industriestrompreis eingeplant. Hinzu kommen 6,5 Milliarden Euro zur Stabilisierung der Entgelte für das Stromübertragungsnetz.
Zusätzlich berücksichtigt sind drei Milliarden Euro für die Strompreiskompensation. Dieses Instrument existiert seit 2014 und soll energieintensive Unternehmen entlasten, die indirekt für den CO2-Preis der Stromerzeuger aufkommen müssen. Derzeit profitieren rund 340 Unternehmen davon. Die Bundesregierung plant, den Kreis der Anspruchsberechtigten auszuweiten und die Zahlungen zu erhöhen.

Einen weiteren großen Posten stellen die Ausgaben zur Förderung erneuerbarer Energien dar.
Förderung erneuerbarer Energien
Einen weiteren großen Posten stellen die Ausgaben zur Förderung erneuerbarer Energien dar. Für 2026 veranschlagen die Übertragungsnetzbetreiber hierfür 14,6 Milliarden Euro nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die tatsächliche Höhe ist jedoch stark vom Großhandelsstrompreis abhängig und daher mit Unsicherheiten behaftet.
Im Vergleich zu früheren Jahren ist der Umfang der Unterstützung deutlich gestiegen. Im Jahr 2020 beliefen sich die staatlichen Mittel zur Stabilisierung des Stromsystems laut IW noch auf gut 4,1 Milliarden Euro. Die außergewöhnlichen Notmaßnahmen während der Energiepreiskrise 2022 und 2023 sind in diesem Vergleich nicht enthalten.
Trotz der hohen Zuschüsse bleiben die Strompreise in Deutschland im europäischen Vergleich auf einem hohen Niveau. Das betrifft sowohl private Verbraucher als auch Gewerbe und Industrie. Als zentrale Kostentreiber gelten vor allem der massive Ausbau der Stromnetze sowie die langfristigen Verpflichtungen aus der Förderung erneuerbarer Energien.
Zwar wurde die EEG-Umlage bereits Mitte 2022 abgeschafft, doch werden die Kosten seither aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert. Weitere Entlastungen, etwa durch den Industriestrompreis, bleiben hinter den Erwartungen vieler Unternehmen zurück. Das avisierte Preisniveau von fünf Cent je Kilowattstunde ist nur für einen begrenzten Teil des Verbrauchs erreichbar.
Auch das Versprechen, die Stromsteuer für alle Verbraucher auf das europäische Mindestniveau zu senken, wurde nicht umgesetzt. Stattdessen profitieren weiterhin vor allem Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft. Zur Begründung verweist die Bundesregierung auf fehlende finanzielle Spielräume.
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