Chef der TK: Krankenkassenbeiträge steigen auf 20 Prozent
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Jens Baas, Chef der größten deutschen Krankenkasse TK, erwartet in fünf Jahren Beiträge von 20 Prozent (zurzeit 14,6 Prozent). Dagegen helfe eine Zusammenlegung der gesetzlichen und der privaten Versicherungen.
In einem Interview mit der FAZ sprach Baas über ...
... das Ampel-Aus und das Gesundheitswesen:
„Fast alle Vorhaben bleiben liegen und die nächste Bundesregierung erbt eine lange Liste unerledigter Aufgaben. Ganz oben stehen die nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, der GKV, und der Pflegeversicherung.“
... Gesundheitsminister Lauterbachs Prognosen:
„Die Aussage, es gebe 2026 keine weitere Erhöhung, ist nun wirklich Unsinn. Denn die Ausgaben steigen unverändert, dazu trägt auch die Gesetzgebung erheblich bei. Ich rechne in fünf Jahren mit Krankenkassenbeiträgen von 20 Prozent, wenn die Politik nicht gegensteuert.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)
... hohe Lohnnebenkosten:
„Die Volkswirtschaft macht das nicht lange mit. Die hohen Lohnnebenkosten sind neben den Energiepreisen die Hauptgründe, warum Investoren und Arbeitskräfte vor Deutschland zurückschrecken.“
... die privaten Krankenkassen:
„Wir brauchen ein einheitliches System, aber keine Bürgerversicherung. Wir brauchen das Beste aus beiden Systemen.“
... das elektronische Patientenakte:
„Das E-Rezept ist ein großer Erfolg, ein Zeichen für die gelungene Digitalisierung. Die elektronische Patientenakte (ePA) wird ab Mitte Januar für alle gesetzlich Versicherten eingeführt. Wir haben unsere Versicherten darüber informiert, dass die Akte für sie angelegt wird, sie aber widersprechen können. Nur sehr wenige lehnen ab, die Quote liegt im niedrigen einstelligen Bereich. Darüber bin ich sehr froh, ich hatte eine höhere Ablehnung befürchtet. Entscheidend wird jetzt sein, dass möglichst viele Ärztinnen und Ärzte die ePA auch wirklich nutzen.“
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