„Wir liefern! Wir siegen!“ So will sich die Deutsche Bahn zu mehr Pünktlichkeit tanzen
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„Tatendrang! Willenskraft! Fernverkehr! Wir sind stark! Spirit zählt! Wir liefern! Wir siegen! Pünktlichkeit und Verlass! Machen wir, schaffen wir! Wir sind am Zug!“
Mit diesen kämpferisch-bedeutungsschwangeren Parolen versucht die Deutsche Bahn seit neuestem, ihre Angestellten wieder auf die Kernaufgaben eines Zug-Unternehmens einzuschwören.
Mit Haka-Tanz zu mehr Engagement
Für eine kürzlich abgehaltene Führungskräfte-Tagung wurde eigens ein Trainer engagiert, der den Managern im Stil der neuseeländischen Haka-Tanzkunst wieder ein bisschen mehr Engagement einhämmern sollte. Die autosuggestiven Slogans wurden hierfür rhythmisch zwischen typische neuseeländische Haka-Mantren wie „Ka Ora“, „ ka upane“ oder „ka mate“ eingebettet.
Ein Video, das Spiegel-Journalist Serafin Reiber auf X postete, zeigt die Veranstaltung:
Ein Sprecher der Bahn bestätigte gegenüber NIUS die Echtheit der Aufnahme:
„Der Haka fand am Ende eines sehr intensiven, arbeitsreichen Führungskräftetreffens mit vielen Workshops statt. Das war eine Bewegungseinheit zum Abschluss, die vielen großen Spaß gemacht hat. Einen Haka als auflockerndes Element in eine Veranstaltung einzubauen, ist nichts Ungewöhnliches. In dieser Hinsicht ist der Haka zu einem neuseeländischen Exportschlager geworden. Das Netz ist inzwischen voller Haka-Videos. Unser deutscher Haka-Trainer ist damit bei vielen Unternehmen und Organisationen unterwegs.“
Dass man sich bei der Bahn offenbar wieder auf die eigentlichen Kernkompetenzen besinnt, nachdem man sich in der Vergangenheit dazu berufen sah, sich in gesellschaftspolitische und politische Angelegenheiten einzumischen, gleichzeitig aber bei der eigentlichen Aufgabe – Passagiere pünktlich zu befördern – eine eher mangelhafte Performance hinlegte, ist eine durch und durch positive Entwicklung.
Ob sich die Mühe und das investierte Geld gelohnt haben, muss sich allerdings noch zeigen.
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