Deutsche Wirtschaft schmiert ab: Diese Kurve verrät, wie dramatisch die Lage wirklich ist
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Es gibt viele Zahlen und Kurven, die in Deutschland nach unten zeigen ...
Doch keine Kurve bringt so sehr zum Ausdruck, wie dramatisch die Situation der deutschen Wirtschaft ist: Seit Antritt der Ampel-Regierung im Dezember 2021 ist das Produktionsvolumen energieintensiver Betriebe um beinahe ein Viertel eingebrochen (22,3 Prozent), die Produktion der gesamten Industrie um 8,5 Prozent.
Besonders stark der Einbruch im Dezember: minus 5,8 Prozent bei energieintensiven Unternehmen allein gegenüber dem Vor-Monat!

So stark ist die Industrieproduktion eingebrochen.
Mehr als jeder vierte Euro, der in Deutschland erwirtschaftet wird, stammt von Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe. Die Industrie ist also – ganz unabhängig von weltweit führenden Technologien wie in der Automobil-, Maschinenbau- oder Chemiebranche – elementar wichtig für die gesamte Volkswirtschaft in Deutschland.
„Das Ende der deutschen Industriemacht“
Der Absturz der Industrieproduktion ist ein gewichtiger Bestandteil der Rezession, in der Deutschland mittlerweile steckt. Im vergangenen Jahr war die gesamte Wirtschaftsleistung Deutschlands um 0,3 Prozent geschrumpft. Führende Ökonomen rechnen damit, dass es in den ersten Monaten des Jahres vorerst so weitergeht.
„Das Ende der deutschen Industriemacht“, kommentiert Javier Blas, Energie-Kolummunist beim Informationsdienstleiter Bloomberg, die Kurve des Industrieabsturzes. Die deutsche Ökonomin und Professorin für Volkswirtschaftslehre an der University of Massachusetts, Isabella Weber, schreibt bei X: „Der Energieschock wurde von prominenten Ökonomen heruntergespielt. Es untergräbt jetzt den industriellen Kern.“ Deutschlands Wachstumsaussichten seien unter allen OECD-Ländern – mit Ausnahme von Mileis Argentinien – am schlechtesten.
Der Hauptgrund für den Produktionsabsturz liegt auf der Hand: die im weltweiten Vergleich extrem hohen Energiepreise in Deutschland.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist verantwortlich für die wirtschaftliche Lage in Deutschland.
Größter Preistreiber war der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, infolgedessen Deutschland Lieferungen von preiswertem Erdgas aus Russland nach und nach durch andere, teurere Quellen ersetzt hat. Aber auch die von Wirtschaftsminister Robert Habeck vorangetriebene Energiepolitik der Ampel-Regierung mit dem geplanten Umbau der Energieversorgung und der Abschaltung der verbliebenen Atomkraftwerke sorgt dafür, dass die Energiepreise auf Jahre so hoch bleiben werden – und wegen Hunderter nötiger Milliarden-Investitionen ins Stromnetz sogar weiter steigen könnten.
„Es gibt dafür eine Reihe offensichtlicher Gründe, die eben nicht kurzfristig konjunkturell, sondern tief strukturell sind. Durch die im internationalen Vergleich hohen Energiepreise verlieren viele einheimische Unternehmen augenscheinlich ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit“, kommentiert der Generalsekretär des Wirtschaftsrates in seiner neuen NIUS-Wirtschaftskolumne Standpunkt Steiger.
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