DIW schlägt Alarm: Deutschland rutscht wieder in die Rezession
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Die deutsche Wirtschaft steht nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vor einem weiteren herben Rückschlag. Die Berliner Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaftsleistung im zweiten und dritten Quartal schrumpft und in eine Rezession rutscht.
Für das Gesamtjahr senkte das DIW seine Wachstumsprognose auf 0,5 Prozent. Hauptgrund sei der Iran-Krieg, der die wirtschaftliche Erholung der vergangenen Monate gestoppt habe. Höhere Energiepreise belasteten Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen.

Marcel Fratzscher, Ökonom, Politikberater und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
Andauernder Iran-Krieg könnte alles noch schlimmer machen
Auch die Inflation wird demnach wieder anziehen. Das DIW rechnet für dieses Jahr mit 2,9 Prozent, für das kommende Jahr mit drei Prozent. Besonders die Industrie bekomme die Folgen des Konflikts bereits zu spüren. „Der Rückgang ist ein spürbarer Rückschlag und könnte ein Indiz dafür sein, dass der Iran-Krieg die deutsche Industrie merklich belastet“, sagt Sebastian Dullien, Direktor des Instituts für Makroökonomie.
Sollte der Konflikt weiter eskalieren, drohen nach Einschätzung des Instituts deutlich größere wirtschaftliche Schäden und eine noch höhere Inflation.

DIW-Präsident Marcel Fratzscher fordert die Bundesregierung zum Handeln auf. Statt einer Verlängerung des Tankrabatts plädiert er für gezielte Hilfen: „Wir erleben eine sehr ungerechte Inflation. Menschen mit wenig Geld leiden stärker unter den Preissteigerungen.“ Sein Appell an die Politik: „Die Regierung sollte ein großes Reformpaket vorlegen, zu dem alle Teile der Gesellschaft etwas beitragen.“
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