Emmerthal: Mehr als 50 Hektar Ackerfläche sollen Batteriespeicher und Solarpark weichen
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Über 50 Hektar Fläche sollen in Emmerthal schon bald einem Solarpark und drei Batteriegroßspeichern weichen. Anwohner sind entsetzt über die Pläne, der Bürgermeister wirbt mit Nachhaltigkeit und Arbeitsplätzen.
Zahlreiche Arbeitsplätze sind im Gebiet um das ehemalige Kernkraftwerk Grohnde seit der Stilllegung der Reaktoren verloren gegangen, Bürgermeister Dominik Petters wirbt nun für ein Projekt, das neuen Aufschwung schaffen soll.
Petters zur Deister- und Weserzeitung (Dewezet): „Wir erhoffen uns schon wirtschaftliche Vorteile, auch wenn das abstrakter ist als bei den Arbeitsplätzen des Kernkraftwerkes.“ Es geht um Pläne, die als vielversprechendes Energiewende-Projekt verkauft werden – und die trotzdem fruchtbare Ackerböden und ein Trinkwassereinzugsgebiet beeinträchtigen.
Stephan Stallmann, Forstwissenschaftler und Vorsitzender der Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Emmerthal e.V.“ hält die Pläne für eine große „Umweltsauerei“: „In Emmerthal wohnen gerade einmal 10.000 Einwohner. Hier soll kostbarer Ackerboden verramscht werden, um geplante Bauprojekte der Gemeinde querzufinanzieren.“
Laut Dewezet plant das Vattenfall-Unternehmen Solizer den Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage auf einem bis zu 52 Hektar großen Areal. Nach Berechnungen von Solizer soll eine Anlage mit etwa 68,196 MWp Gesamtleistung rechnerisch rund 23.500 Haushalte (bei einem Durchschnittsverbrauch von 3000 kWh pro Haushalt) mit Strom versorgen.

schland weiter ausgebaut werden. Im Bild zu sehen ist ein Solarpark bei Radolfzell am Bodensee.
Größter Batteriespeicher der EU
Dewezet erfuhr außerdem, dass drei Projektentwickler im Umfeld des Umspannwerkes gewaltige Batteriespeicher planen, um die Netzstabilität der dortigen Stromversorgung zu verbessern. Die Firma „Elements green Deutschland GmbH“ will auf einer Fläche von etwa vier Hektar eine Anlage mit 400 kW Speicherleistung errichten.

So sieht ein Batteriegroßspeicher von innen aus: Dieser hier steht im Umspannwerk Bennewitz.
Etwa 336 Speicher- und Umwandlungseinheitscontainer, die jeweils 2,5 Meter breit, 6 Meter lang und 2,9 Meter hoch sind, soll das Projekt umfassen. Etwas kleiner fallen die Großspeicher der Unternehmen Kyon Energy Solutions GmbH mit 2,6 Hektar und Hansa Battery mit 1,76 Hektar aus.
Im Gespräch ist darüber hinaus, dass der frühere Betreiber des AKW Grohnde, bleibt, Preussen Elektra, im ehemaligen Kernkraftwerk den bislang größten Batteriespeicher in der EU errichtet. Ab 2025 soll ein Projektteam den Standort prüfen, schon ab 2026 könnte der Speicher in Betrieb genommen werden.
Im NIUS Original „Im Schatten der Windräder“ thematisiert den Flächenfraß durch Windräder in Emmerthal.
Hier sehen Sie den ganzen Film:
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