EON-Boss Birnbaum fordert: Energiewende muss so sein, „dass sie unser Land wirtschaftlich nicht ruiniert“
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Minus 500 Euro hatte am Wochenende des 1. Mai die Megawattstunde Strom gekostet. Auslöser waren gigantische Mengen Solarstrom, die niemand haben wollte und die das Stromnetz überfluteten. Der Chef des größten deutschen Energieversorgers E.ON, Leonhard Birnbaum, fordert die Politik nun zu einer „System-Wende" auf, um wegzukommen vom massenhaften Ausbau von Wind und Solar hin zu einer Politik, die es der Infrastruktur ermöglicht, hinterherzuwachsen.
Die große Solarstrommenge zeige, so Birnbaum, dass der Ausbau der Erneuerbaren schon bestens funktioniert habe, „aber jetzt kommt es darauf an, ein System zu bauen, damit diese neue Energie auch funktioniert", so der E.ON-Chef der Welt.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will das Energiesystem umbauen.
Birnbaum unterstützt CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die bald ein Reformpaket für den Energiemarkt vorlegen will. Es sollen nur noch Wind- und Solarparks staatlich gefördert werden, wenn diese an Standorten gebaut werden, an denen sie zum Stromnetz passen, lautet der Grundgedanke. Aus Sicht der grünen Partei ist das ein Angriff auf die Energiewende.
Der E.ON-Chef sieht das anders. Der Welt sagte er weiter: „Was uns in der ersten Halbzeit der Energiewende getragen hat, trägt in der zweiten Halbzeit nicht mehr. Es geht jetzt um eine echte Systemwende, um Infrastruktur, um Wärmeversorgung, Mobilität, Digitalisierung, Flexibilität. Dafür brauchen wir andere Regeln." Der Umbau des Energiesystems müsse so gestaltet werden, so Birnbaum, „dass er unser Land wirtschaftlich nicht ruiniert".
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