Familien-Unternehmerin zu Job-Abbau bei Miele: „Ampel-Regierung verteuert den deutschen Standort“
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Mit gesenkten Köpfen verlassen die Mitarbeiter der Miele-Frühschicht die Werkshallen. Das Traditionsunternehmen Miele steht vor einem einschneidenden Wandel: Weltweit werden etwa 2000 Arbeitsplätze abgebaut, 700 davon werden von Gütersloh nach Polen verlagert. Eine Entscheidung, die tiefe Spuren hinterlässt und den Finger auf die Wunden der deutschen Wirtschaftspolitik legt.
Scharfe Kritik von den Familienunternehmern
Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbandes „Die Familienunternehmer“, nimmt kein Blatt vor den Mund. Ihre Kritik richtet sich direkt an die Bundesregierung und insbesondere an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen). „Während die hausgemachte Wirtschaftskrise schlimmer wird, ist das Krisenmanagement des Bundeswirtschaftsministers völlig unwirksam“, moniert Ostermann und wirft dem Minister Planlosigkeit und eine mangelnde volkswirtschaftliche Qualifikation vor. „Die Ampel-Regierung verschärft die strukturellen Nachteile Deutschlands weiter, statt sie zu lösen und verteuert damit den heimischen Standort“, so Ostermann.

Einblick ins Miele-Werk Gütersloh.
Miele begründet den Stellenabbau und die Verlagerung ins Ausland mit einem weltweiten Einbruch der Nachfrage nach Hausgeräten sowie drastischen Preissteigerungen. Auch die Baukrise, die zu einer Absatzschwäche bei Hausgeräten führt, spielt eine Rolle. Denn wo nicht gebaut oder renoviert wird, wird auch keine neue Ausstattung der Räume benötigt.
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