Habecks Stro(h)mmann: Grüner Netzagentur-Boss gibt scheibchenweise zu, wie die Energiewende scheitert
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Robert Habeck (Grüne) will Kanzler(-Kandidat) werden. Doch das Kanzleramt lässt sich mit grün-ideologischen Luft-Schlössern kaum gewinnen. Es braucht Realitätssinn, politischen Pragmatismus und manachmal auch schlechte Nachrichten für die eigene Klientel, um das ganze Land als Regierungschef zu führen.
Deshalb scheint es so, als würde Habeck einen Mann vorschicken, der für ihn das Scheitern aller grünen Träume einer „Energiewende“ der Bevölkerung erklärt, damit er es nicht tun muss.
Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, verkündete zuletzt einige Hiobsbotschaften für die Grüne Seele, die noch immer fest an eine Industrienation Deutschland glaubt, die von Windmühlen und Solarpanels am Laufen gehalten wird und keine Atomkraft- oder Kohlekraftwerke braucht.
Scheibchenweise kommuniziert Müller, dass all die Utopien, die der Energiewende seit Jahrzehnten nachgesagt werden, nach und nach scheitern und dass andere Wege nötig sind, um Deutschland sicher mit Strom zu versorgen. Müller ist Habecks Stro(h)mmann!

Die Utopie der „Energiewende“: Die Industrienation Deutschland mit Wind und Sonne betreiben
Müller: „Die Zeit der billigen Energie ist vorbei.“
„So viel wie eine Kugel Eis“, würde das alle pro Monat und Haushalt nur Kosten, hatte Grünen-Urgestein und der damalige Umweltminister Jürgen Trittin vor 19 Jahren gesagt. 211 Milliarden Euro sind allein in den 22 Jahren der EEG-Umlage aus den Geldbeuteln der Bürger geflossen. Die Belohnung, nämlich günstige Strom-Preise, lässt aber auf sich warten. Und das wird auch so bleiben, musste Netzagentur-Chef Müller nun zugeben: „Die Großhandelspreise für Strom sind deutlich gefallen gegenüber 2022. Dennoch ist das Preisniveau höher als vor dem russischen Angriffskrieg. Daran wird sich so schnell nichts ändern“, sagte Müller der Rheinischen Post.
Klartext von Müller: „Die Zeit der billigen Energie ist vorbei.“
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Der ein oder andere wird sich fragen, wann Strom in Deutschland zuletzt „billig“ gewesen sein soll, doch darum soll es hier nicht gehen. Müller sagt, dass Strom „jedenfalls solange wir noch große Mengen konventionell erzeugter Energie verbrauchen“ teuer bleibe. Das ist derzeit notwendig, weil Wind und Sonne inzwischen zwar aufs Jahr gerechnet die Hälfte des Stroms liefern, manchmal jedoch über Tage beinahe keinen Strom. Dann müssen Kohle- und Gaskraftwerke einspringen, die allein genug Leistung hätten, Deutschland mit Strom zu versorgen. Diese Infrastruktur noch bereitzuhalten, kostet natürlich auch noch Geld.
Netzagentur sagt Kohle-Aus 2030 ab
Die Botschaft, dass Deutschland noch lange von Strom aus schmutzigen Kohlekraftwerken abhängig sein wird, hatte Müller erst vor wenigen Tagen überbracht: Den von der Ampel-Regierung geplante vorgezogene Kohle-Ausstieg 2030 sagte der Netzagentur-Chef kurzerhand ab. Und damit das Prestige-Projekt der Grünen in der Ampel. Würde Habeck das so offen kommunizieren, wär ihm eine Partie-Revolte sicher.

Das RWE-Kraftwerk Bergheim Niederaußem
Die Welt zitierte aus einem Bericht der Bundesnetzagentur, in der die Behörde, die zum Amtsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gehört, den Anträgen von mehrerer Stromnetzbetreiber stattgab. Die Kohlekraftwerke seien auch nach 2030 noch „systemrelevant“ und dürften daher nicht stillgelegt werden, so die Entscheidung der Müller-Behörde.
Zusammengefasst: Strom bleibt teuer, solange Kohlekraftwerke laufen. Und die Kohlekraftwerke müssen länger laufen als die Ampel es sich wünscht. Doch damit nicht genug der Hiobsbotschaften.
Kein Strom-Problem, aber gedrosselter Strom
Nach dem Atom-Aus und den dauerhaft hohen Strompreisen gab es eine Behauptung von Möchtegern-Kanzler Robert Habeck und seinen grünen Mitstreitern: „Wir haben kein Stromproblem.“ Gemeint: Es ist immer gewährleistet, dass Strom fließt und es zu keinen Engpässen kommt.
Dumm nur, dass Müller auch hier einen kleinen Strich durch die Rechnung macht. Denn die Bundesnetzagentur erlaubt es den regionalen Energieversorgern ab dem 1.1.2024, bei lokaler Überlastung der Netze – etwa an einem kalten Winterabend, wenn viele Menschen gleichzeitig mit Strom heizen und ihre von der Regierung gewünschten E-Auto laden wollen – die Stromzufuhr drosseln zu dürfen. Normaler Haushaltsstrom soll davon nicht betroffen sein, das Laden des PKW wird damit aber zur Geduldsprobe, die Freiheit des eigenen Autos zum Wunschtraum.
Fehlt nur noch, dass Müller für Habeck den Restart der fünf noch funktionstüchtigen Atomkraftwerke ankündigen würde, damit Habeck es nicht tun muss …
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