Kecskemét statt Rastatt: Mercedes verlegt Produktion der A-Klasse nach Ungarn
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Das Kompaktmodell mit Verbrenner-Motor bleibt vorerst in Produktion, bis der Nachfolger anläuft – künftig allerdings nicht mehr in Deutschland, sondern in Ungarn. Mercedes verlagert die Fertigung der A-Klasse ab dem zweiten Quartal 2026 ins Werk Kecskemét.
„Durch die Entscheidung, die A-Klasse ab dem zweiten Quartal 2026 am Standort Kecskemét zu produzieren, schaffen wir die nötigen räumlichen Voraussetzungen für den Anlauf der geplanten Modelle im Werk Rastatt“, erklärte dazu ein Konzernsprecher gegenüber der Automobilwoche, die zuerst berichtete.

Die A-Klasse soll ab dem zweiten Quartal 2026 nicht mehr in Rastatt, sondern am Standort Kecskemét in Ungarn produziert werden.
Verbrenner-Modell wurde bis 2028 verlängert
Die A-Klasse ist das preislich niedrigste Modell der Marke und für viele Kunden der Einstieg in die Mercedes-Welt. Neben der Entlastung in Rastatt dürfte auch der Kostenvorteil des osteuropäischen Standorts eine Rolle spielen. Erst im Sommer 2025 war bekannt geworden, dass Mercedes-Benz die Laufzeit des Verbrenner-Modells bis zum Jahr 2028 erweitert. Die A-Klasse ist, mit kleinen Veränderungen, bereits seit 2018 unverändert am Markt.
Platz für neue, elektrische Modelle
Offiziell begründet der Konzern die Maßnahme als Vorbereitung für die Produktion eines weiteren Fahrzeugs auf der sogenannten MMA-Plattform. Die Branche rechnet mit einem Kompakt-SUV GLA, der im Jahr 2027 sowohl elektrisch als auch als Hybrid kommen soll. In Rastatt laufen aktuell bereits der neue CLA und der CLA Shooting Brake vom Band. Die derzeitige Generation von GLA und EQA sowie die B-Klasse sollen dagegen schrittweise aus dem Programm genommen werden.

Im Werk Rastatt werden aktuell die A- und B-Klasse, der kompakte SUV GLA, der vollelektrische EQA und der neue CLA gebaut.
„Die Fähigkeit zu atmen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im weltweiten Produktionsnetz“, ergänzte der Sprecher. 2024 wurden laut Geschäftsbericht weltweit von der A-Klasse (zusammen mit den SUV-Modellen GLA und EQA) rund 374.000 Einheiten verkauft – elf Prozent weniger als im Jahr zuvor.
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