Manager-Legende Kurt Lauk zum Verbrenner-Aus: „Wir sind wahnsinnig geworden“
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- Europa verkauft seine Zukunft an China.
- Die EU serviert Peking feinste deutsche Technologie auf dem Silbertablett.
- Chinesen kaufen sich jetzt in die Verbrennertechnologie ein.
Drei Fragen werden uns unsere Kinder und Enkel einmal stellen:
Erstens: Wann war der Anfang vom Ende der jahrzehntelangen Überlegenheit deutscher Technologie?
Zweitens: Wie konnte uns China diese Position streitig machen und wie haben sie es geschafft, Europa wirtschaftlich zu beherrschen?
Drittens: Warum habt Ihr, unsere Eltern und Großeltern, nichts dagegen getan?
Alle drei Fragen werden sich präzise beantworten lassen:
Der Anfang vom Ende deutscher technologischer Überlegenheit war der 14. Februar 2023. An diesem Tag verbot das EU-Parlament – unter tatkräftiger Mitwirkung von SPD, Grünen und großen Teilen der CDU in Deutschland – den Verkauf von Benzin- und Dieselfahrzeugen. De facto entzog Deutschland seiner Schlüsselindustrie damit die Betriebserlaubnis. Zusätzlich schaltete Deutschland seine letzten drei Atomkraftwerke ab und entschied, sich auch in der Energieversorgung in die Abhängigkeit Chinas zu begeben.

Zig Autos auf dem VW-Werksgelände in Salzgitter
Zweite Antwort: China konnte aus einem einfachen Grund so tief in den deutschen und europäischen Markt vordringen: Es beherrschte die Produktion von Batterien für E-Autos . Die haben zwar eine zweifelhafte Umweltbilanz. Davor haben aber alle seltsamerweise die Augen verschlossen. Noch dazu stellte China – ähnlich wie die USA – schon damals den Unternehmen im eigenen Land viel günstigere Energie zur Verfügung als Europa.
Die ehrliche Antwort auf die dritte Frage? Sie wird uns allen die Schamesröte ins Gesicht treiben. Sie lautet: „Wir haben nicht nur nichts gegen unseren Niedergang getan. Wir haben selbst dafür gesorgt, dass es dazu gekommen ist. Wir haben unsere Tore so weit aufgemacht, wie es sich die Chinesen selbst niemals erträumt haben. Sie mussten nur noch durchmarschieren.“
Mehr als 140 Jahre – so lange Erfahrung hat Deutschland, das Land der legendären Tüftler und Erfinder, in der Produktion von Verbrennermotoren. Diese Antriebstechnik haben deutsche und zunehmend auch europäische Autohersteller im Laufe der Jahrzehnte immer weiter perfektioniert.
Das Ergebnis: Der deutsche Dieselmotor ist so sauber, so effizient und so überlegen, wie wir es uns noch vor 25 Jahren nicht hätten vorstellen können.
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All das ficht die Politik nicht an. Sie misst die Emission eines Fahrzeuges seit Jahren nur an einem einzigen Ort: Dem Auspuff. Das scheint als Begründung zu reichen, um die dümmste Entscheidung in der Geschichte der EU zu treffen: Das faktische Verbot von Verbrenner-Neuwagen ab 2035.
Wenn man beim Vergleich zwischen Verbrennermotor und Elektromotor nur auf die Fakten schaut, dann ist und bleibt diese Entscheidung vollständig rätselhaft. Mehr noch: Sie ist wahnsinng.
Klar: Beim Verbrenner wird Benzin oder Diesel verbrannt. Dabei entstehen Emissionen, die über den Auspuff ausgestoßen werden. Was bei einem fairen Vergleich aber vollständig außer Acht gelassen wird, ist die ökologische Bilanz in der gesamten Wertschöpfung bei der Fortbewegung und Herstellung eines Autos.

Dichter Verkehr auf dem mittleren Ring in München
Für eine Lithionen-Batterie benötigt man unter anderem Lithium, Kobalt und Nickel. Für diese Rohstoffe müssen zehntausende Tonnen Gestein abgebaut werden. Die Auswirkungen dieses Abbaus auf Klima und Umwelt sind bis heute nicht seriös berechnet worden – ebenso wenig wie die ökologischen Folgen der Batterie-Entsorgung. Den Hersteller und politischen Propagandisten des E-Autos ist das nur recht. Denn sie entziehen sich damit jedem seriösen Umwelt-Vergleich zwischen einem Elektro- und einem Verbrennermotor – wobei letzterer noch nicht einmal am Ende seiner Entwicklung angekommen wäre.
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Nachdem wir Deutschen mit dem Atomausstieg unsere weltweit führende Position in der Nuklearforschung ohne Not aufgegeben haben, wiederholen wir diesen Fehler nun in der Automobilindustrie. Die Folgen werden noch dramatischer sein.
Kurt Lauk war Vorstandsmitglied in mehreren Energieunternehmen, unter anderem bei der VEBA (heute E.ON). Er war Vorstandsmitglied bei Daimler und bei Audi.
Lesen Sie in Teil 2: Warum das Verbot des Verbrenner ein Fanal für unseren Wohlstand ist – und wie China in die Produktion von Diesel-Fahrzeugen einsteigt
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