Nach langen Streiks: Wissing rechnet mit höheren Ticketpreisen bei der Bahn
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Die Streikserie bei der Bahn ist beendet, die Beschäftigten dürfen sich auf höhere Löhne und weniger Arbeitszeit freuen. Das wird sich jedoch zwangsläufig auf die Ticketpreise auswirken, glaubt Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Der FDP-Politiker rechnet mit teureren Fahrkarten.
„Das wird sich auf die Preise auswirken, wie bei jedem anderen Unternehmen auch. Die Bahn steht ja im Wettbewerb mit anderen Schienenunternehmen und deswegen wird das Auswirkungen auf die Preise haben für die Verbraucherinnen und Verbraucher, das ist klar“, sagte Wissing bei ntv. Lohnsteigerungen brächten oft auch Preissteigerungen mit sich. Die Interessen der Arbeitnehmer seien ebenso wie die der Fahrgäste berechtigt.

GDL-Chef Claus Weselsky
Dennoch kritisierte Wissing das Vergehen der Gewerkschaft der Lokführer (GDL): „Was mir missfallen hat in dieser Tarifauseinandersetzung war, dass Streiks durchgeführt worden sind, man aber parallel nicht bereit war, darüber zu sprechen – das hat viele geärgert.“ Das Streikrecht sei wichtig und gut als Grundrecht geschützt, so Wissing. Die Bahn müsse als Teil der kritischen Infrastruktur aber besonders betrachtet werden, so Wissing: „Die Bahn erbringt ja nicht nur Dienstleistungen für Privatleute. Sie ist auch Teil unseres Sicherheitskonzeptes in Deutschland. Sie hat auch eine Aufgabe, wenn es um Militär- oder Energietransporte geht.“
GDL und Bahn hatten am Montag eine Einigung im monatelangen Tarifkampf erzielt. Die Details der Einigung wurden am Dienstag der Öffentlichkeit präsentiert. Demnach soll die wöchentliche Arbeitszeit bis 2029 von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich abgesenkt werden. Zudem wurden 420 Euro mehr Geld im Monat und ein Inflationszuschuss von fast 3.000 Euro vereinbart.
Mehr NIUS: Einigung nach Streik-Marathon bei der Bahn: Lokführer bekommen 35-Stunden-Woche
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