Nein zu sauberer Energie, Ja zu Kohle und Erdgas: Arnold Schwarzenegger rechnet mit deutscher Energiepolitik ab
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Arnold Schwarzenegger hat kein Verständnis für die deutsche Energiepolitik. Trotz des ambitionierten Ziels der Bundesregierung, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 65 Prozent zu senken, seien die Kernkraftwerke geschlossen und weiterhin auf Kohle und Erdgas gesetzt worden, die wiederum hohe CO₂-Emissionen verursachen. „Sie haben Nein zu sauberer Energie gesagt und Ja zu Kohle und Erdgas, was die Welt noch mehr verschmutzt“, sagte Schwarzenegger beim „Austrian World Summit 2024“.
Schwarzenegger betonte, dass Deutschland sich zwar ehrgeizige Ziele gesetzt habe, aber die Umsetzung aufgrund langwieriger Genehmigungsprozesse für Windenergie-Projekte behindert werde. Besonders kritisierte Schwarzenegger die Schließung der Kernkraftwerke, die sechs Prozent der sauberen Energie lieferten. „Wie wollen sie die denn ersetzen?“, fragte er rhetorisch. Die Antwort sei offensichtlich nicht klar, da Deutschland weiterhin auf Kohle setzt und zudem 16 Milliarden Euro in den Bau von vier großen Erdgasanlagen investiere. „Warum sollten Ihre Bürger sie [die politischen Anführer] ernst nehmen?“
Abschließend stellte Schwarzenegger infrage, wie Deutschland seinen Bürgern glaubhaft vermitteln wolle, dass man sich in einer Umweltnotsituation befinde, während man gleichzeitig Maßnahmen ergreife, die die Umweltverschmutzung erhöhen. „Wie soll das Sinn ergeben, wenn Dein Ziel ist, die Umweltverschmutzung um 65 Prozent zu reduzieren?“, fragte er und hinterließ seine Zuhörer.
Kalifornien als Gegenbeispiel zu Deutschland
Als Gegenbeispiel für die deutsche Industriepolitik nannte Arnold Schwarzenegger den US-Bundesstaat Kalifornien, wo er von 2003 bis 2011 Gouverneur warr. „Wir haben ein Kernkraftwerk namens Diablo Canyon Nuclear Power Plant. Eigentlich sollte es 2024 schließen.“
Präsident Biden und der Gouverneur Gavin Newsom hätten jedoch angehalten, die Entscheidung zu überprüfen und zum Schluss gekommen: „Lassen wir es offen. Lass es uns renovieren und modernisieren. Lassen Sie uns eine Milliarde US-Dollar ausgeben, um sicherzustellen, dass es sicher ist.“ Schlussendlich ließen sie es für die kommenden Jahre offen. „Weil es saubere Energie für Kalifornien liefert. 9 Prozent saubere Energie. Warum sollten wir es also schließen?“
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