Öl-Hoch in Amerika: Während die USA als größter Ölproduzent vorwärts kommen, schrumpft Deutschlands Wirtschaft für den „Klimaschutz“
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Weitgehend unbeachtet von der deutschen Politik- oder Medienlandschaft ist die Ölproduktion in den USA in den letzten Jahren rasant angestiegen. Mittlerweile produzieren die USA mehr Öl als jemals ein anderes Land produziert hat. Während die USA ihre Ölproduktion steigern, sieht sich der deutsche Wirtschaftsminister auf dem richtigen Kurs und ruft den USA zu: „solve the fucking problems“. Stellt sich nur die Frage, was genau der deutsche Kurs bringen soll ...
USA steigern die Ölproduktion seit 15 Jahren rasant
In den letzten 15 Jahren haben die USA ihre Ölproduktion massiv ausgebaut. Während im Jahr 2008 noch 4 bis 5 Millionen Barrel pro Tag gefördert wurden, betrug die Förderung im vergangenen Jahr 12,5 bis 13,3 Millionen Barrel pro Tag. Noch nie zuvor hat ein Staat weltweit so viel Öl gefördert wie die USA. Es ist anzunehmen, dass das Allzeithoch von 13,319 Millionen Barrel pro Tag im ersten Quartal 2024 erneut übertroffen wurde.

Die aktuelle Produktionskraft der USA hat ihre Wurzeln in einer Zeit, als im September 2008 die Förderung mit gerade einmal 3,974 Millionen Barrel pro Tag ihren Tiefpunkt erreichte – eine Zahl, die Texas heute um fast 2 Millionen Barrel pro Tag übertrifft. Dieser Tiefpunkt liegt genau 15 Jahre zurück und fiel in eine Zeit, die weit entfernt vom Schieferölboom war. Dieser begann kurze Zeit später, im Oktober 2008, mit der erfolgreichen Bohrung des ersten horizontalen Ölbohrlochs in Südtexas – eine Überraschung, eigentlich wurde dort Trockengas erwartet.
Innerhalb von vier Jahren stieg die Produktion in Texas von etwas über einer Million Barrel pro Tag (2008) auf drei Millionen (2012). Im November 2023 förderte Texas allein 5,657 Millionen Barrel pro Tag – wäre Texas ein eigenständiges Land, rangierte es weltweit auf Platz vier der größten Ölproduzenten.
Eine signifikante Änderung in der US-Gesetzgebung hat 2015 dazu geführt, die Anreize zur US-Ölproduktion weiter zu steigern. US-Präsident Barack Obama unterzeichnete die Aufhebung des Exportverbots für US-Rohöl von 1975, was den Produzenten neue Möglichkeiten eröffnete und die Expansion förderte. Die massiv erhöhte US-Ölproduktion trägt maßgeblich dazu bei, dass die Ölpreise nicht durch die Decke gehen.
Deutschland versucht, die Nachfrage nach fossilen Rohstoffen zu reduzieren
Die deutsche Energiepolitik – beschönigend oft „Klimaschutzpolitik“ genannt – setzt darauf, die Nachfrage nach fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl oder Gas zu reduzieren. Dazu gibt es direkte oder indirekte Subventionen für „erneuerbare“ Energieträger und Strafsteuern, auch CO2-Steuer genannt, für fossile Energieträger oder fossile Brennstoffe.
Die Idee? Wenn Deutschland weniger von diesen fossilen Brennstoffen nutzt, dann wird weniger CO2 ausgestoßen und damit das Klima „geschützt“.
Das führt dazu, dass sich Deutschland rasant deindustrialisiert. Die Industrie hört allerdings nicht einfach auf zu produzieren, sondern sie tut es nur woanders, dort, wo die Rahmenbedingungen (Stichwort: Energiepreise) besser sind. Direkt und indirekt führen die hohen Energiepreise in Deutschland zu einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und auch Wohlstand.

Es sind vor allem die energieintensiven Industrien, die ihre Produktion in Deutschland gedrosselt haben oder ganz abwandern.
Fossile CO2-Emissionen erreichen neues Rekordhoch
Im vergangenen Jahr lagen die weltweiten CO2-Emissionen durch fossile Energieträger bei circa 36,8 Milliarden Tonnen und damit um 1,1 Prozent höher als 2022. Der weltweite CO2-Ausstoß steigt also weiter an.
Das wirft die Frage auf, welche Effekte die verschiedenen Maßnahmen überhaupt haben. Blicken wir rational auf die Situation, dann werden wir feststellen, dass das erhöhte Angebot an Öl und Gas aus den USA dazu beiträgt, dass die Preise weltweit niedriger sind, als sie es sonst wären. Niedrigere Preise führen dazu, dass die Rohstoffe verstärkt genutzt werden.

Der CO2-Ausstoß ist in Deutschland durchaus zurückgegangen – das liegt aber hauptsächlich an der schrumpfenden Konjunktur.
In Deutschland und Europa versucht man die Preise künstlich – zu Lasten der Verbraucher – zu erhöhen. Das führt zu Verlagerungen von Produktionen und zu geringerem Konsum. Aber es reduziert damit auch den Weltmarktpreis und führt dazu, dass andere Länder diese Rohstoffe verstärkt nutzen. Der Effekt ist schlussendlich bestenfalls gleich 0.
Alternative zum sinnfreien Wohlstandsverlust: Kernenergie
Kommt man zu dem Ergebnis, dass eine CO2-Reduzierung notwendig ist, um den Klimawandel zu beeinflussen, dann sollte man Maßnahmen bestmöglich ideologiefrei durchführen. Die aktuellen klimaradikalen Ideologen verändern am Klimawandel gar nichts.
Es muss anerkannt werden, dass es nicht auf die Verbrauchsseite von CO2 ankommt, sondern auf die Angebotsseite. Solange es wirtschaftlich rational ist, werden Öl, Gas und Kohle weltweit angeboten und dementsprechend genutzt werden.
Sollte es jedoch Energieträger geben, die denselben Nutzen von Öl, Gas oder Kohle hätten, dabei allerdings günstiger verfügbar sind, würde es rational werden, auf Öl, Gas und Kohle zu verzichten. Anstatt also die eigene Wirtschaft gegen die Wand zu fahren, wären Investitionen in Forschung und Entwicklung sinnvoll.
Nicht ohne Grund haben sich zuletzt in Brüssel über 30 Nationen dazu verpflichtet, alle Möglichkeiten der Kernenergie zu nutzen. Insbesondere das Bekenntnis der USA zur gemeinsamen Forschung an der Kernfusion war bereits bei der Weltklimakonferenz im Dezember 2023 ein klarer Fortschritt.
Es scheint so, dass der Rufer von „solve the fucking problems“ selbst der Geisterfahrer ist. Andere Nationen sind nicht bereit, ihren Wohlstand für die Ideologie aufzugeben.
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