Storno-Quote bei 20 Prozent! Wohnungsbau eingebrochen! Die harten Beweise für den Kollaps der Bau-Branche
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Im September veranstaltete die Bundesregierung medienwirksam einen „Baugipfel“. Im Koalitionsvertrag hat die Ampel den Bau von 400.000 Wohnungen pro Jahr vorgesehen. Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnet die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als eine der drängendsten sozialen Fragen unserer Zeit.
Dem steht allerdings entgegen, dass der Wohnungsbau dramatisch eingebrochen ist. Wirtschaftsexperten warnen bereits seit geraumer Zeit, dass politisch entgegengesteuert werden müsse.
Die folgenden 7 Fakten belegen, dass die politisch und wirtschaftlich so bedeutsame Baubranche regelrecht kollabiert:
Fakt 1:
Bautätigkeit ist historisch eingebrochen
Die Baufirmen verzeichnen laut dem HCOB Bau-Index kräftige Rückgänge bei der Bautätigkeit. Insbesondere der Wohnungsbau bricht regelrecht ein. Blickt man auf die letzten fünf Jahre, dann stellt man fest, dass die Bautätigkeit so schnell wie zu keinem anderen Zeitpunkt zurückgeht. Seit Beginn der Aufzeichnungen des Index im Jahr 1999 gab es fast keinen schlechteren Monat als den September 2023.

Fakt 2:
Neuaufträge gehen das zwanzigste Mal in Folge zurück
Die Zahl der Neuaufträge im Baugewerbe schrumpfte, nach Angaben des HCOB Bau-Index, das zwanzigste Mal in Folge! Dabei hat sich die Geschwindigkeit des Rückgangs der Neuaufträge das zweite Mal in Folge nochmals beschleunigt und war der drittstärkste überhaupt.
Als Hauptgründe für diese Entwicklung werden wirtschaftliche Unsicherheiten, hohe Baukosten und höhere Zinskosten genannt.
Letztere betreffen die meisten Industrieländer weltweit, doch kaum ein Industrieland verzeichnet einen derart heftigen Absturz im Baugewerbe wie Deutschland. Die politischen Rahmenbedingungen werden hier auch eine große Rolle gespielt haben.
Fakt 3:
Auftragsstornierungen im Wohnungsbau erreichen neuen Höchststand
Es gibt allerdings nicht nur immer weniger Neuaufträge – auch bereits georderte Aufträge werden so stark storniert wie nie zuvor. Laut dem ifo Institut meldeten 22,2 Prozent der Unternehmen gestrichene Projekte. Im Vormonat waren es 21,4 Prozent. Noch vor 1 1/2 Jahren lag dieser Wert im einstelligen Bereich.

Fakt 4:
Auftragsmangel weitet sich aus
In der Folge dieser Entwicklung sinkt der Auftragsbestand im Baugewerbe immer stärker. Laut ifo Institut melden nun bereits über 48,7 Prozent der Unternehmen Auftragsmangel. Im Vorjahr waren es nur 18,7 Prozent.
Fakt 5:
Baufirmen entlassen immer mehr Beschäftigte
Ohne Aufträge, keine Arbeit – so einfach ist das auf dem Bau!
Da die Auslastung der Unternehmen immer geringer wird, entlassen immer mehr Unternehmen immer mehr Beschäftigte. Der HCIB Bau-Index gibt an, dass Unternehmen dies nun bereits das neunzehnte Mal (!) in Folge tun, und zwar so deutlich wie zuletzt im April 2020 während des Covid-Lockdowns.
Auch die Arbeitsmarkt-Statistik der Bundesagentur für Arbeit weist die Baubranche seit geraumer Zeit als eine der schwächsten Branchen aus – insbesondere mit einer schrumpfenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.
Fakt 6:
Immer mehr Baufirmen insolvent
Die Insolvenzzahlen in Deutschland steigen ebenso an. Speziell aus der Baubranche meldet das Statistische Bundesamt immer mehr Insolvenzen. Nach dem Bereich „Verkehr und Lagerei sowie sonstigen Dienstleistungen“, kommt das Baugewerbe auf die zurzeit höchste Insolvenzquote in Deutschland.
Fakt 7:
Baubranche blickt pessimistisch in die Zukunft
Auch beim Blick in die Zukunft sind die Bauunternehmen wenig zuversichtlich. 54 Prozent rechnen mit Geschäftseinbußen und nur 7 Prozent mit Zuwächsen. Man mag es kaum glauben, aber diese Werte sind immerhin etwas besser als im Vormonat.
Fazit:
Die Ampel-Regierung könnte nicht weiter von der Erreichung ihrer eigenen Ziele entfernt sein. Wie soll man einem Wohnungsmangel begegnen, wenn keiner mehr (aufgrund der Rahmenbedingungen) Wohnungen bauen möchte?
Aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland insgesamt sind dies katastrophale Nachrichten. Die Baubranche trägt 6 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland und beschäftigte im Vorjahr 5,8 Prozent aller Erwerbstätigen. Im Jahre 2022 machten die Bauinvestitionen ebenso 12,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.
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