Rund 53 Prozent weniger: Tesla-Verkäufe brechen ein
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Der Abwärtstrend bei Tesla scheint kein Ende zu nehmen: 13 Prozent Gewinneinbruch hat der US-Konzern im ersten Quartal gemeldet, in Europa fällt der Trend noch härter aus. Heimische Hersteller ziehen am Elon-Musk-Konzern vorbei, auch die Konkurrenz aus China verkauft hier mehr E-Autos.
Im europäischen Markt für Elektroautos gibt es einen Aufschwung – doch Tesla profitiert nicht davon. Im April dieses Jahres sind die Neuzulassungen des US-Elektrofahrzeugherstellers in der EU um 53 Prozent auf knapp 5.500 Fahrzeuge zurückgegangen, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet. Dies zeigen neue Daten des europäischen Autoherstellerverbands Acea. In diesem Jahr sind die Neuzulassungen von Tesla in der EU per Ende April um 46 Prozent auf rund 41.700 Fahrzeuge gesunken.
Die Zahlen des Marktforschungsunternehmens Jato Dynamics für 28 europäische Länder zeigen eine ähnliche Entwicklung. Danach hinkt Tesla in Europa bei den Neuzulassungen im April mit 7.200 Fahrzeugen anderen Anbietern weit hinterher. Volkswagen kam im selben Monat auf 23.500 Elektroautos, BMW auf 15.000 und Skoda auf 13.600. Auch der chinesische Anbieter BYD („Build Your Dreams“) lag erstmals knapp vor Tesla.

Ein E-BMW an der Ladestation
Hemmschwelle für Rabatte bei E-Autos ist gesunken
Ferdinand Dudenhöffer, Professor und Direktor des Center Automotive Research in Bochum, geht davon aus, dass der Anteil von Elektrowagen am europäischen Automarkt weiter steigen wird, wenn auch in mäßigem Tempo. Dafür nennt er drei Gründe. Erstens seien Elektroautos lange Zeit zu teuer gewesen. Das ändere sich nun – die Hemmschwelle für Rabatte bei Elektroautos ist gefallen. Zweitens werden die Neubauflotten der Automobilbauer schneller elektrifiziert – wegen strengerer Ausstoß-Werte bei CO2 durch die EU. Drittens dürften die zunehmenden Reichweiten der Elektroautos eine wichtige Rolle spielen. Zudem denkt die neue Bundesregierung über eine staatliche Förderung von E-Autos nach.
„Ein Spediteur mit E-Lastwagen muss sechs Jahre warten“
Unterdessen kritisiert die Präsidentin des Autoverbandes VDA, Hildegard Müller, die Regulierungswut des Staates, die den Standort Deutschland unattraktiv macht. In der Welt sagte sie:
„Fakt ist: Die deutsche Automobilindustrie ist wettbewerbsfähig, der Standort Deutschland ist es nicht. Wir investieren in den nächsten vier Jahren weitere rund 320 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Wir sind weltweit zweitgrößter Produktionsstandort von E-Autos, sieben von zehn verkauften E-Autos in Deutschland kommen von deutschen Herstellern und etwa jedes zweite in Europa. Doch es reicht eben nicht aus, sehr gute Autos zu bauen. Wir brauchen die richtigen Rahmenbedingungen, so muss die Ladeinfrastruktur stimmen. Ein Spediteur mit E-Lastwagen muss derzeit bis zu sechs Jahren warten, um seinen Betrieb an das Stromnetz des lokalen Energiebetreibers anschließen zu können.“
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