Top-Ökonom nennt US-Zolldeal „Demütigung für die EU“
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Knallhartes Urteil aus der deutschen Wirtschaft! Clemens Fuest, Präsident des Münchner ifo Instituts und einer der führenden Ökonomen des Landes, rechnet mit dem neuen Zollabkommen zwischen den USA und der EU ab.
Auf X schreibt Fuest: „Der asymmetrische Handels-Deal ist eine Demütigung für die EU, aber sie reflektiert die realen Machtverhältnisse. Mehr war nicht drin.“
Der neue Zoll-Deal zwischen den USA und der EU sieht einen 15 Prozent US-Zoll auf die meisten EU-Exporte vor – darunter Autos, Pharma, Halbleiter und Maschinen. Zwar eine deutliche Entschärfung gegenüber den ursprünglich angedrohten 30 Prozent, doch bleibt die Abgabe eine massive Belastung für die deutsche Industrie. Auf Stahl und Aluminium bleibt der Strafzoll von 50 Prozent bestehen.
Mehr lesen: 15 statt 30 Prozent auf Exporte in die USA: EU schließt Zolldeal mit Trump
Die EU verpflichtet sich laut neuem Zoll-Deal zu Käufen von US-Flüssiggas im Wert von 750 Milliarden US-Dollar sowie zu 600 Milliarden Dollar an Direktinvestitionen. Zudem soll US-Militärtechnik beschafft werden.
Die EU stand bei den Verhandlungen mit dem Rücken zur Wand. Brüssel blieb kaum Spielraum, echte Zugeständnisse von den USA zu verlangen.
Für Fuest ist klar: Europa muss aus der Situation dringend lernen. Seine Forderung: wirtschaftliche Stärke aufbauen und die technologische sowie militärische Abhängigkeit von den USA verringern.
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