Von wegen Energiewende: Der weltweite Verbrauch von Kohle, Öl und Gas steigt unaufhörlich
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„Erneuerbare auf dem Weg zur weltweit wichtigsten Energiequelle“, lautet eine Erfolgsmeldung, die das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium von Robert Habeck (Grüne) veröffentlicht hat und die hohen Quoten (80 Prozent) von Wind, Sonne & Co. beim Zubau von Kraftwerken bejubelt. Die Botschaft: die Energiewende läuft.
Die Wahrheit ist jedoch: Trotz weltweiter Billionen(!)-Investitionen in den Ausbau konnten erneuerbare Energien nicht einmal den Zuwachs des weltweiten Energie-Hungers kompensieren und Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, verdrängen. Zwar ist der Anteil von Kohle, Öl und Gas seit 2012 von 81,1 auf 79 Prozent gedrückt worden – weil der weltweite Energiebedarf jedoch im selben Zeitraum um 16 Prozent auf rund 400 Exajoule gestiegen ist, wurden faktisch mehr Kohle, Öl und Gas als je zuvor verbrannt.

Heißt im Klartext: Die Welt verbrennt mehr fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung als je zuvor. Die aus Kohle, Öl und Gas gewonnene Energie ist um 13 Prozent gestiegen. Die Billionen-Investments in Erneuerbare haben den Ausbau fossiler Kraftwerke lediglich etwas gebremst.
Das hat das Netzwerk „REN21“ ausgerechnet und im Globalen Statusreport 2024 veröffentlicht. „REN21“ wird in weiten Teilen von der Bundesregierung finanziert und sitzt in Paris.
REN21-Geschäftsführerin Rana Adib konstatiert: „Die Welt verbrennt mehr fossile Brennstoffe als je zuvor, energiebedingte Emissionen nehmen global zu und der ständig wachsende Energiebedarf wird nicht vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt“, fasste Adib den neuen Statusreport zusammen. Und weiter: „All das verschärft die Klimakrise und gefährdet die Energiewende.“
Falsch-Information des Kanzlers bei Klimakonferenz
Das lässt auch Zweifel an den Aussagen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei der Weltklimakonferenz in Dubai entstehen. Dort sagte er: „Die Nachfrage nach fossilen Energien hat sich verlangsamt, der Höchststand ist in Sichtweite.“
Nicht die Nachfrage nach Kohle, Öl und Gas hat sich verlangsamt, sondern lediglich der Zuwachs an Nachfrage. In Wahrheit ist die Nachfrage so hoch wie noch nie.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei der Weltklimakonferenz in Dubai
Zwar hat der Zubau an erneuerbaren Energien weltweit mit 473 Gigawatt zum 22. Mal in Folge einen neuen Rekord aufgestellt. Laut der REN21-Experten seien jedes Jahr aber mindestens 1000 Gigawatt an Zubau nötig, um die Klimaziele zu erfüllen. Mehr als 620 Milliarden Dollar seien im vergangenen Jahr in Erneuerbare insgesamt investiert worden – etwa 2,3 Mal so viel, also rund 1,3 Billionen Dollar, sei pro Jahr jedoch nötig, so die Autoren des Reports.
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