Wut und Angst bei VW in Wolfsburg: „Jeder ist enttäuscht, dass es hier gerade so bergab geht“
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Die Stimmung bei Volkswagen ist am Boden. Nach den gestrigen Hiobsbotschaften, dem Gewinneinbruch um fast die Hälfte und 50.000 Stellenstreichungen bis 2030, blicken nur wenige Mitarbeiter optimistisch in die Zukunft. NIUS war vor Ort am Stammwerk in Wolfsburg und hat mit VW-Beschäftigten über ihre derzeitigen Sorgen gesprochen.
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„Jeder hat Angst“
Am Tor Ost, einem der Haupteingänge des Werkes, wird die angespannte Gemütslage bei Deutschlands größtem Autohersteller schnell deutlich. Viele Mitarbeiter berichten davon, dass sich die Stimmung im Unternehmen seit Verkündung der negativen Nachrichten deutlich verschlechtert hätte. Einer sagt: „Jeder ist enttäuscht, dass es hier gerade so bergab geht.“ Es herrsche eine große Unsicherheit darüber, wer in Zukunft seinen Job behalten darf und welche Beschäftigten das Unternehmen bis zum Ende des Jahrzehnts verlassen müssen: „Jeder hat Angst“, erzählt eine der Mitarbeiterinnen, „die Stimmung ist eher niedergeschlagen.“
Dennoch ergibt sich aus den Gesprächen der Eindruck, dass der Zusammenhalt unter den Beschäftigten nach wie vor groß ist. Der Anspruch, ein gutes Produkt zu produzieren, ist bei vielen ungebrochen – wenn nicht die Unsicherheiten das Bild trüben würden. Nur, wer kurz vor der Rente steht oder vertraglich abgesichert ist, kann mit weniger Sorgen in die Zukunft blicken.
Am Dienstag war bekannt geworden, dass der Nettogewinn des Wolfsburger Autoherstellers im Jahr 2025 um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro sank – der schlechteste Wert seit der Dieselkrise 2016. Doch das ist nicht alles: Zeitgleich verkündete Vorstandschef Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre des Unternehmens: „Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden.“
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