Der neue FDP-Chef bei NIUS Live: „Es wird keine Kubicki-Partei geben“
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Am Wochenende frisch zum FDP-Chef gewählt, am Montagmorgen zu Gast bei NIUS Live: Wolfgang Kubicki stellte sich bei NIUS Live den Fragen unserer Reporter. Er sieht seine Aufgabe vor allem darin, den Wählern gerecht zu werden. Interne Meinungsverschiedenheiten interessieren den 74-Jährigen nicht.
„Wir waren lange Zeit überhaupt nicht mehr wahrnehmbar und es kommt für die Menschen draußen, die wir gewinnen wollen, nicht darauf an, wie toll wir uns untereinander finden“, sagt Kubicki im Gespräch mit NIUS-Kommentator Waldi Hartmann. Der FDP-Chef möchte den Wählern lieber ein „Angebot machen, mit dem sie zufrieden sein können“.
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„Es wird keine Kubicki-Partei geben“
Im Gespräch beschreibt Kubicki auch die Sorge einiger Parteimitglieder, dass sich die FDP zu einer One-Man-Show entwickeln würde. „Das darf nicht so sein, dass der Eindruck entsteht“, stellt der Politiker klar. „Die Medienpräsenz in den vergangenen vier Wochen war ja überwiegend mit der Frage beschäftigt: Was macht Kubicki? Wie orientiert er sich? Da ging es immer nur um Kubicki. Aber ich bin nur einer von vielen. Und wir sind 70.000 Menschen, die alle mit ihrem Engagement für die Freien Demokraten streiten. Und die wollen nicht nur gehört werden, die wollen auch ernst genommen werden. Ich kann nur sagen: Es wird keine Kubicki-Partei geben.“
„Mir sind diese Prozentzahlen momentan egal“
Angesprochen auf die zuletzt schwachen Umfragewerte – zuletzt drei Prozent – zeigt sich der FDP-Chef unbeirrt. „Mir sind diese Prozentzahlen momentan egal. Wir werden erst wieder ernst genommen in den Meinungsumfragen, wenn wir die fünf Prozent hinter uns gelassen haben.“
Eine Zerrissenheit innerhalb der Partei zwischen ihm und Marie-Agnes Strack-Zimmermann will Kubicki nicht erkennen. „Ich habe Verständnis dafür, dass auch Medien großes Interesse daran haben, immer Zerrissenheit und Streit in der Partei zu propagieren. Aber ich bin gespannt, ob mir irgendjemand überhaupt mitteilen kann, wo es politisch-inhaltliche Dissonanzen gibt“ zwischen ihm und seiner Parteifreundin. „Also in der Tonlage vielleicht ein bisschen. Aber es gibt keinen Punkt, wo wir unterschiedliche Auffassungen haben“, betont Kubicki.
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