Land Berlin zahlt eine Million Euro, um den Drogenumschlagplatz Görlitzer Park zu bewachen
Ein Beitrag von
Der berüchtigte Szenepark Görlitzer Park ist in Berlin längst als „Drogenpark“ bekannt. Für 2025 und 2026 zahlt das Land Berlin fast eine Million Euro an private Sicherheitsfirmen, die den Park bewachen sollen.

Die Berliner Polizei am Tag der Arbeit im Görlitzer Park
Seit 20 Jahren ist der Görlitzer Park in Berlin als Drogenumschlagsplatz bekannt. Jetzt macht der Berliner Senat ernst. Neben einem neuen Zaun sollen Sicherheitsfirmen den Park künftig sichern. Auf eine NIUS-Anfrage, wie hoch die Zahlungen an die Sicherheitsfirmen für die Bewachung des Parks sind, antwortet der Senat wie folgt: „Während der Bauzeit (ca. 6 Monate): 190.965,00 Euro netto, 2026 für Wachschutz und Miethäuschen: ca. 775.000 Euro“. In Summe gibt das Land Berlin damit fast eine Million Euro Steuergeld aus – um einen öffentlichen Park zu bewachen.
Zuletzt brach eine Diskussion darüber aus, ob der Park mit einem Zaun eingefasst werden soll. Linke Aktivisten protestierten auch nach Baubeginn weiter gegen den Zaun und sabotierten ihn sogar: Ein Teil des Zauns im Eingangsbereich wurde abmontiert und gestohlen, später fand man ihn in einem Kanal.

Linke Aktivisten bei einer Fahrraddemo im Görlitzer Park
Problematik des Parks
Der „Görli“, wie der Park liebevoll von Berlinern genannt wird, ist Spitzenreiter, wenn es um Straftaten geht. Im vergangenen Jahr erfasste die Polizei dort 936 Straftaten, 2023 waren es sogar 1.373. Das geht aus einer Antwort von Senat und Polizei auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hervor. Andere Parks kamen auf deutlich weniger Kriminalität. Neben dem Görlitzer Park hat keine andere Berliner Grünanlage mehr als 200 Anzeigen erfasst. Unrühmliche Spitze. Neben dem schlechten Ruf eilt dem Park auch eine berüchtigte Drogenszene voraus, die die Anlage überschattet. Nicht nur Drogenhandel, sondern auch sogenannte Beschaffungskriminalität regiert die Grünanlage.
Mehr NIUS: Mehrere Schüsse in der Nacht: Mann in Berlin-Staaken angeschossen – Täter flüchtig
Mehr NIUS:
Zu Gast bei Bundeskanzler Friedrich Merz
NIUS und Apollo crashen Demo gegen NIUS und Apollo
AfD schwenkt Deutschlandfahne vom Bundestags-Balkon – Polizei schreitet ein
In Berlin sind die meisten Extremisten links, die wenigsten rechts
„Ohne Ausweispflicht“: Linke Volksbühne möchte Gratis-Freibad eröffnen
Sommer in den Hauptstadtparks: „In Berlin gibt’s keine Deutschen“
Anschlag auf Berliner Stromnetz: Senat verweigert Aufklärung zu Wegners Krisenmanagement
Zwei Drittel aller Berliner fordern: Flughafen Tempelhof soll bebaut werden!
Mehr NIUS:
In Berlin sind die meisten Extremisten links, die wenigsten rechts
„Ohne Ausweispflicht“: Linke Volksbühne möchte Gratis-Freibad eröffnen
Sommer in den Hauptstadtparks: „In Berlin gibt’s keine Deutschen“
Anschlag auf Berliner Stromnetz: Senat verweigert Aufklärung zu Wegners Krisenmanagement
Zwei Drittel aller Berliner fordern: Flughafen Tempelhof soll bebaut werden!
Zu wenige Unterschriften: Initiative „Berlin autofrei“ gescheitert
Fördermittel-Affäre in Berlin: Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson tritt zurück
Wegners Plan für ein sauberes Berlin: Touristen sollen Abfälle aufsammeln, „Einstellungs-Turbo“ für Müllsheriffs
Marc Sierzputowski
Artikel teilen
Kommentare