Von der Leyen bezeichnet Abkehr von der Atomenergie als „strategischen Fehler” – Merz stimmt zu
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Abkehr von der Atomenergie in Europa als „strategischen Fehler“ bezeichnet. Die Aussage fiel bei einem internationalen Treffen zur Zukunft der Kernenergie in Paris, berichtet die Welt.
Zu der Konferenz werden am Dienstag Vertreter aus rund 30 Staaten erwartet. Gastgeber ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der den weltweiten Ausbau der Atomkraft vorantreiben will. Paris setzt dabei auch auf wirtschaftliche Impulse für die eigene Nuklearindustrie.
Deutschland nimmt an dem Treffen nach Angaben aus Regierungskreisen nicht auf politischer Ebene teil. Ein Vertreter der Bundesregierung wird in Paris nicht erwartet.
Frankreich drängt innerhalb der Europäischen Union darauf, Kernenergie stärker aufzuwerten. Die französische Regierung fordert, dass emissionsarme Atomkraft bei der Energiepolitik und bei möglichen Förderinstrumenten mit erneuerbaren Energien gleichgestellt wird.
Parallel treibt Paris eigene Ausbaupläne voran. Die Regierung plant derzeit den Bau von sechs neuen Atomreaktoren. Damit soll die Rolle der Kernenergie im französischen Energiesystem langfristig gesichert werden.
Merz: „Ich bedauere das“
Bei einer Pressekonferenz am Dienstag erklärte Friedrich Merz, dass er von der Leyens Einschätzung teile. Politische „Schlussfolgerungen für Deutschland hat das keine“, so Merz. Der Atomausstieg sei „irreversibel“. „Ich bedauere das“, erklärte Merz und verwies auf andere Alternativen.
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