Sie naschten Cannabis-Gummibärchen: Flugzeugcrew landet im Krankenhaus
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Was als harmloses „Danke“ gedacht war, endete für drei Flugbegleiter im Krankenhaus: Auf einem Flug von London Heathrow nach Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) hat ein Passagier der Kabinencrew offenbar THC-Gummibärchen geschenkt – mit schweren Folgen.
„Plötzlich fühlten sie sich komplett außer Kontrolle“
Was war passiert? Nach der Landung in Los Angeles erhielt die gesamte Kabinenbesatzung die Gummibärchen als Dankeschön von einem Passagier. Im Crew-Bus auf dem Weg zum Hotel wurde dann genascht. Dann ging alles schnell: Einige Crew-Mitglieder merkten „fast sofort“, dass etwas nicht stimmte, berichtet The Sun. Bei drei Mitarbeitern wurden die Symptome so stark, dass sie ins Krankenhaus mussten.

Cannabis nur rauchen? Nein, der Wirkstoff THC kann auch in harmlos daherkommenden Gummibärchen enthalten sein. In Deutschland sind solche angereicherten Süßigkeiten ebenfalls legal, solange der THC-Anteil weniger als 0,2 Prozent beträgt. Sie haben dann kaum berauschende Wirkung.
Ganze Crew abgelöst – Rückflug mit Ersatz-Team
British Airways reagierte hart: Die gesamte Flugcrew wurde außer Dienst gestellt. Der Rückflug nach London wurde mit einem Ersatz-Team durchgeführt. Die betroffenen Crew-Mitglieder flogen als Passagiere zurück. Die Airline bestätigte den Vorfall.

Die betroffenen Crew-Mitglieder wurden als Passagiere zurück nach London geholt.
300mg THC in den Gummibärchen
Britische Zeitungen berufen sich übereinstimmend auf einen Mediziner vor Ort, der die THC-Dosis in den Cannabis-Gummibärchen auf 300mg schätzt. „Manche mögen diesen Vorfall amüsant finden, aber British Airways nimmt ihn sehr ernst. Wenn eine ganze Crew in 9000 Metern Höhe nach dem Konsum dieser tödlichen Drogen handlungsunfähig wird, sind die Folgen unvorstellbar“, heißt es von einem Insider. Zum Vergleich: In Kalifornien ist die standardisierte Portion bei essbaren THC-Produkten gesetzlich auf maximal 10 mg THC pro Portion begrenzt – 300 mg entsprächen damit 30 Portionen.
Die Verantwortlichen versuchen nun, den dankbaren Passagier ausfindig zu machen. Dem Fluggast droht strafrechtliche Verfolgung.
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Philippe Fischer
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