Wie zwei wilde Stiere: So läuft der Streit zwischen Trump und De Niro
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Sie fetzen sich seit Jahren: Robert De Niro und Donald Trump. Der große alte Mann des Kinos und der große alte Mann im Weißen Haus liefern sich gerade eine verbale Schlammschlacht, bei der die ganze Welt zuschauen kann.
In einem emotionalen Podcast-Auftritt bei „The Best People“ sagte der 82-jährige Schauspieler über den 79-jährigen Präsidenten, Trump sei ein großes Problem. Alle müssten zusammenhalten, um ihn und seinesgleichen loszuwerden und wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Man sei in einer ausweglosen Situation. Schon vor einem Jahr hatte De Niro den US-Präsidenten bei den Filmfestspielen in Cannes als Banausen bezeichnet. Jetzt rief er seine Landsleute auf, sich zu wehren: Trump sei der „Feind dieses Landes“. Jetzt sorgt der Tränen-Auftritt des zweifachen Oscar-Preisträgers im Podcast für Schlagzeilen.
Am Ende der Aufzeichnung bricht De Niro die Stimme: „Man muss Menschen aufbauen, man darf Menschen nicht auseinanderbringen. So kann man nicht gewinnen.“
Beim Nachrichtensender MS NOW hatte De Niro auch schon gewarnt, Trump werde sein Amt nie verlassen. Bei einer Anti-Trump-Veranstaltung namens State of the Swamp im nationalen Presseclub sagte er außerdem: „Tragischerweise leben wir jetzt in einem Land von, durch und für eine Handvoll unehrlicher, gieriger und grausamer Autoritärer.“ Er fühle sich von seinem Land verraten, so De Niro weiter.
Trump, der Wort-Wrestler
Das wollte Trump nicht auf sich sitzen lassen und konterte mit einem Wutausbruch auf seiner Plattform „Truth Social“. Dort forderte der US-Präsident, dass zwei seiner Hauptkritiker „eigentlich auf ein Boot mit dem Trump-gestörten Robert De Niro steigen sollten, einem weiteren kranken und geistesgestörten Menschen mit, wie ich glaube, einem extrem niedrigen IQ, der absolut keine Ahnung hat, was er tut oder sagt – von dem einiges wirklich kriminell ist.“
Und Trump war noch nicht fertig mit dem Hollywoodstar: „Als ich gestern Abend sah, wie er in Tränen ausbrach, ähnlich wie ein Kind es tun würde, wurde mir klar, dass er vielleicht noch kränker ist als die verrückte Rosie O’Donnell, die gerade in Irland versucht, herauszufinden, wie sie in unsere schönen Vereinigten Staaten zurückkommen kann. Der einzige Unterschied zwischen De Niro und Rosie ist, dass sie wahrscheinlich etwas klüger ist als er, was nicht viel heißt.“
Auch Schauspielerin O’Donnell ist eine erklärte Trump-Gegnerin und zog nach seiner Wiederwahl nach Irland. Stars wie Talkshow-Königin Ellen DeGeneres und Eva Longoria hatten die USA aus Protest gegen Trump verlassen. Für viele von ihnen gilt: Man kann Trump kritisieren, muss aber mit starkem Gegenwind rechnen.
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