Gruppenvergewaltigung in Berlin – Somalier festgenommen
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- Bereits im Juni soll es zu einer Gruppenverwaltigung im Berliner Görlitzer Park gekommen sein.
- Die Polizei nannte keine Details zu den Tätern.
- In Berlin kommt es jeden Tag zu zwei schweren Sexualstraftaen.
Erneute Gruppenvergewaltigung in Berlin. Im Görlitzer Park soll eine Gruppe junger Männer eine Frau vor den Augen ihren Freundes vergewaltigt haben. Im Anschluss sollen die mutmaßlichen Täter geflüchtet sein. Die Tat soll sich bereits im Juni ereignet haben. Eine Polizeisprecherin bestätigte die laufenden Ermittlungen am Mittwoch.
Nun ist in Berlin ein 22-jähriger Mann festgenommen worden. Das teilten Staatsanwaltschaft und LKA in einer Pressemitteilung mit. Laut Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Somalier, berichtet die B.Z..
Laut übereinstimmenden Medienberichten ist ein Pärchen in den frühen Morgenstunden zunächst von einer Gruppe Dealer überfallen und ausgeraubt worden. Im Anschluss musste der Mann mitansehen, wie seine Freundin mehrmals vergewaltigt wurde.

Die Polizei hielt Informationen zur Tat scheinbar zurück.
Polizei machte Tat nicht publik
Besonders unverständlich: Die Tat wurde überhaupt nur aufgrund von Recherchen der B.Z. publik. Eine entsprechende Pressemitteilung der Behörden gab es, genau wie schon bei der Gruppenvergewaltigung vom Berliner Schlachtensee, nicht. Auch jetzt will die Staatsanwaltschaft keine weiteren Details zur Tat nennen. „Zum Schutze der laufenden Ermittlungen und auch der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen können wir keine Angaben zu dem Verfahren machen“, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft übereinstimmend.
Zur Erinnerung: Zu den Taten des Serienvergewaltigers Sinisa K. Im Jahr 2020 im Berliner Südwesten hatten die Behörden auch lange geschwiegen. Sieben Frauen wurden damals innerhalb eines Monats von K. attackiert.
Immer wieder sexuelle Übergriffe im Görlitzer Park
Auch im Görlitzer Park kommt es immer wieder zu sexuellen Übergriffen. Acht Fälle sexueller Nötigung und sexueller Übergriffe gab es hier allein im ersten Halbjahr 2023. Das ergab eine Anfrage der Linken-Politiker Niklas Schrader und Ferat Koçak im Berliner Abgeordnetenhaus.

Der „Görli“: Berühmt-berüchtigt, besonders bei jungen Menschen auch sehr beliebt.
Fünf der Delikte trugen sich im Juni zu. Außerdem soll es zu 13 Fällen von weiteren Sexualdelikten gekommen sein, davon ereigneten sich sechs im Juni. Warum die Polizei die Bevölkerung angesichts dieser Zahlen nicht warnt, ist nicht nachzuvollziehen.
Zwei Vergewaltigungen pro Tag allein in Berlin
Die Ermittlungen zur aktuellen Gruppenvergewaltigung hat nun die die Ermittlungsgruppe „Calor“ des Landeskriminalamts (LKA) übernommen. Sie wurde erst im Juni vor dem Hintergrund der Gruppenvergewaltigung am Berliner Schlachtensee gegründet. Mehrere junge Menschen im Alter von 14 bis 19 Jahren sollen dort in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni eine junge Frau vergewaltigt haben „Calor“ ist Spanisch und bedeutet „Hitze“ oder „Wärme“. In der Nacht, in der es zu den Taten am Schlachtensee gekommen sein soll, war es sehr warm. Einen Zusammenhang zwischen der Tat der Tat am Schlachtensee und der im Görlitzer Park gäbe es allerdings nicht, so die Polizei.
In Berlin kommt es im Schnitt jeden Tag zu zwei Vergewaltigungen. In knapp der Hälfte der Fälle sind die Täter ausländischer Herkunft. Auch die Zahl der Gruppenvergewaltigungen haben in den letzten Jahren bundesweit zugenommen. Allein in 2020 zählte das BKA 704 solcher Fälle. Auch hier besitzt die Hälfte der Täter keinen deutschen Pass.
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