Kriminalitäts-Hotspot in Berlin: Ricarda Lang würde nicht durch den Görlitzer Park gehen
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- Ricarda Lang sagt im ARD-Sommerinterview, dass sie nachts nicht alleine durch den Görlitzer Park gehen würde.
- Der Berliner Park gilt seit Jahren als Drogen-Hotspot und geriet zuletzt wegen einer Gruppenvergewaltigung in die Schlagzeilen.
- Grüne regieren seit 2006 in Berlin-Kreuzberg und haben die Zustände im Park jahrelang geduldet.
Klare Worte von der grünen Parteivorsitzenden beim ARD-Sommerinterview.
Auf die Frage, ob sie nachts alleine durch den Görlitzer Park gehen würde, antwortete Ricarda Lang: „Im Moment nicht, nein.“
Der Park im Berliner Bezirk Kreuzberg war zuletzt durch eine Gruppenvergewaltigung in die Schlagzeilen geraten. Mehrere Männer sollen demnach in den frühen Morgenstunden des 21. Juni eine Frau und ihren Begleiter zunächst ausgeraubt und die Frau anschließend vor den Augen ihres des Mannes vergewaltigt haben.

Der Görlitzer Park in Berlin
Ein 22-jähriger Somalier wurde im Rahmen der Ermittlungen inzwischen festgenommen. Vier weitere Tatverdächtige befinden sich weiterhin auf freiem Fuß. Der Fall wurde erst vor wenigen Tagen durch Recherchen der Berliner B.Z. publik. Eine offizielle Pressemitteilung zur Tat gab es nicht.
Grüne haben Dealer in Kreuzberg jahrelang geduldet
Fakt ist: Die Grünen regieren seit 2006 durchgehend im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Der Park in der Görlitzer Straße gilt als Drogen-Hotspot. 2019 ließ der amerikanisch-französische Künstler Scott Holmquist gar im Rahmen einer Demonstration ein Denkmal für die meist aus Afrika stammenden Dealer aufstellen. Für 24 Stunden stand die Skulptur „Letzter Held“ damals im Park und sorgte bei vielen Außenstehenden für Unverständnis.
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Dabei könnte man die Akzeptanz von Drogendealern im Görlitzer Park als Tradition in Kreuzberg ansehen. So sprachen sich Parkrat und die damalige Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann im Rahmen der ARD-Sendung „Kontraste“ gegen einen Ausschluss der Dealer aus dem Görlitzer Park aus. Die groteske Begründung: Wenn man heute die Dealer ausschließen würde, wären morgen andere Gruppen dran. Der Ausschluss aus dem Park sei diskriminierend.

Polizisten kontrollieren Dealer
Vier Jahre später erntet nun anscheinend auch die Parteispitze der Ökopartei die Früchte dieser Haltung. Dabei trennen gerade einmal acht Kilometer die grüne Parteizentrale von dem Park in Kreuzberg. Das Problem hätte man also schon lange vorher sehen können. Wenn man denn gewollt hätte.
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Anabel Schunke
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