Antifa-Oma mit Bundesverdienstkreuz bringt Kindern bei, wie man rechte Parolen übermalt
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Marc SierzputowskiDie deutsche Rentnerin, Irmela Mensah-Schramm, tourt durch Deutschland und übersprüht rassistische Graffitis. Für ihre Arbeit wird sie mehrere Male von der Bundesregierung prämiert, wobei sie sich selbst als „Antifa“ bezeichnet. Mittlerweile unterrichtet sie auch Kinder im Grundschulalter, die lernen sollen, wie man Hakenkreuze und sogenannte „Hassbotschaften“ übermalt.

Aus „FCK Antifa“ macht Mensah-Schramm „Für Antifa“.
Antifa-Aktivistin gibt Kindern Schulunterricht
In einem Beitrag von RTL wird die Rentnerin bei einigen ihrer Aktionen begleitet. Darunter auch der Besuch in einer Grundschule im Brandenburgischen Kleinmachnow. Selbstbewusst zeigt sie Kindern einer fünften Klasse, wie sie Hakenkreuze übermalen können und aus sogenannten „Hassbotschaften“ plötzlich „Liebesbotschaften“ werden. Dazu verteilt Mensah-Schramm Arbeitsblätter, auf denen Botschaften wie „Islam raus“ oder „Ausländer raus“ zu lesen sind. Die Aufgabe der Schüler: aus den rechten Parolen sogenannte „Liebesbotschaften“ machen. So wird aus „Ausländer raus“ plötzlich „Ausländer willkommen“.

Ein kleiner Junge verwandelt den Schriftzug „Islam raus“ in „Islam sind cool“.

Ein kleines Mädchen macht aus „Ausländer raus“ mit ein paar Buntstiften „Ausländer willkommen“.
Antifa-Oma erhält Bundesverdienstkreuz
Besonders brisant: Obwohl die 80-Jährige immer wieder wegen Sachbeschädigungen vor Gericht steht, wird sie von deutschen Behörden hofiert und mit den größten Auszeichnungen geehrt. Bereits 1996 erhielt die Antifa-Aktivistin Mensah-Schramm das Bundesverdienstkreuz. In den Jahren danach folgten zahlreiche weitere Preise und Ehrungen vom deutschen Staat:
- 2006 erhielt sie eine Auszeichnung für Demokratie und Toleranz, verliehen vom Justiz- und Innenministerium.
- 2015 folgte der Göttinger Friedenspreis für ihren Einsatz gegen „rechtsextreme Hass-Schmierereien“.
- 2016 ehrte sie das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg für ihren „aktiven Einsatz gegen Menschenfeindlichkeit“ mit dem Silvio-Meier-Preis.
- 2023 folgte dann der sogenannte „VielfALT“-Preis, verliehen vom Bundesfamilienministerium für die fotografische Dokumentation ihrer Graffiti-Aktionen.
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Marc Sierzputowski
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