Anwohner von links-grünem Schnösel-Viertel protestieren gegen geplantes Drogenzentrum der Stadt Köln
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In der gutbürgerlichen Südstadt in Köln soll ein Drogen- und Suchtzentrum entstehen. Anwohner in der Grünen-Hochburg sind wütend. Sie gründeten eine Interessensgemeinschaft, um das Zentrum zu verhindern. Viele der angeführten Gründe wirken vorgeschoben. So wird selbst der Baumbestand als Anlass genutzt, das Projekt zu kritisieren.

Das wohlhabende Stadtviertel an der Severinsbrücke in Köln.
Es ist ein Vorgang, den mittlerweile fast jeder Bürger aus Deutschland kennt. Kommunen und Städte entscheiden darüber, dass ein Flüchtlingsheim, Drogenhilfezentrum oder Ähnliches in einem beschaulichen Viertel oder einer ruhigen Region gebaut wird, ohne mit den Anwohnern zu sprechen. So auch in der Kölner Südstadt, genauer im Pantaleonsviertel der Stadt. Dort plant die Stadt ein sogenanntes Suchthilfezentrum. Die Anwohner des Viertels wehren sich und gründeten eine Interessensgemeinschaft.

Das Logo der Interessensvertretung aus den Pantaleonsviertel.
Toben statt Drogen
Die Gründe der wütenden Bürger sind nachvollziehbar. So argumentiert die Interessensgemeinschaft, dass es in dem Gebiet rund um die geplante Örtlichkeit des Drogenberatungszentrums sehr viele Kinder gebe, die Angst hätten, zur Schule zu gehen, wenn dieses Zentrum erbaut werden würde. Auch, dass für die Erbauung des Gebäudes eventuell Bäume gefällt werden müssen, stößt den Anwohnern sauer auf. Das führte so weit, dass die Stadt Köln jetzt den Vorgang und den Baumbestand prüft.
Der Vorsitzende der Interessensgemeinschaft sagt: „Das zugrunde liegende Suchthilfekonzept ist aus unserer Sicht aber nicht ausgereift“, so Vermögensverwalter Andreas Zittlau. Kurz: Die Anwohner und die Interessensgemeinschaft wollen das Drogenprojekt unterstützen, allerdings nicht in ihrer Nähe.

Die Wahlergebnisse für die Wahlkreise in Köln.
Brisant: In dem betroffenen Wahlkreis „Altstadt Süd“ haben fast 40 Prozent die Grünen gewählt. Der wohlhabende Stadtteil möchte sich auch künftig wehren und lädt zum 31. Januar zu einer Demonstration gegen das Drogenzentrum im Stadtteil auf.
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Marc Sierzputowski
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