Stadtzentren als „Angsträume“, Stadtbild-Probleme – Rewe-Chef will Laden in Köln schließen
Ein Beitrag von
Der Inhaber einer Rewe-Filiale im Zentrum von Köln zeigt sich zunehmend ernüchtert und schließt sogar eine Aufgabe des Standorts nicht mehr aus. Den Markt in der Opern-Passage gibt es seit 2014, doch nach über einem Jahrzehnt steht seine Zukunft nun auf der Kippe.
Lutz Richrath sieht sich mit immer gravierenderen Problemen konfrontiert. Wie das Branchen-Magazin Lebensmittel Praxis berichtet, sei ein regulärer Betrieb ohne den Einsatz eines Sicherheitsdienstes nicht mehr möglich. Besonders die Situation rund um den Standort im Karree Breite Straße, Neue Langgasse und Glockengasse bereite ihm große Sorgen.

Peter und Lutz Richrath führen den Rewe-Markt in Köln.
Hintergrund seien vor allem Drogenkonsum und aggressive Vorfälle, die längst nicht mehr nur außerhalb, sondern auch innerhalb des Supermarktes vorkämen. Angesichts dieser Entwicklung denkt Richrath darüber nach, den bestehenden Mietvertrag auslaufen zu lassen und stattdessen einen neuen Markt außerhalb der Innenstadt zu eröffnen. Der Rewe-Kaufmann kritisiert insbesondere die Verschlechterung des städtischen Umfelds. Auch der Kölnischen Rundschau sagte er, dass sich die Lage über die Jahre deutlich verschärft habe.
Stadtzentren werden zu „Angsträumen“
Neben einer steigenden Zahl von Ladendiebstählen nennt Richrath weitere Gründe für seine Sorgen: So müssten die Kundentoiletten geschlossen bleiben, da sie sonst von Drogenabhängigen missbraucht würden. Ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sei der Betrieb des Marktes aus seiner Sicht nicht länger tragbar.
Auch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Deutschland, Stefan Genth, warnt vor der zunehmenden Verödung deutscher Innenstädte: Rund jeder zehnte Laden stehe leer, teils deutlich mehr. Leerstände wirkten wie ein Dominoeffekt, schwächten die Kommunen finanziell und machten Stadtzentren zu „Angsträumen“. In den vergangenen fünf Jahren seien etwa 50.000 Handelsunternehmen verschwunden, besonders kleine, inhabergeführte Geschäfte ohne Nachfolge.
Mehr NIUS:
Erste islamische Fakultät Europas in Münster gegründet
Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
Party-Patriotismus zur WM: „Deutschlandflaggen sind hier verboten“
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Mehr NIUS:
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Burgerladen wird angefeindet, weil er kein Halal-Fleisch verkauft
„Du schreibst zum Beispiel auch mehr Hassmails bei Hitze“: Moderator Eckart von Hirschhausen drückt der WM seine Klima-Agenda auf
Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare