Ab 50 werden wir wieder glücklicher
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Nimmt das, was wir als Glück empfinden, kontinuierlich ab? Wird mit den Jahren das Leben grundsätzlich ärmer, statt reich zu bleiben? Die Psychologin Vanessa LoBue von der Rutgers University-Newark analysierte mehrere Studien zum Glücksempfinden über das Leben hinweg. Was sie herausfand, hat sie in der Fachzeitschrift Psychology Today veröffentlicht. Zusammengefasst kann man sagen: Ab 50 werden wir wieder glücklicher.
Eine groß angelegte Untersuchung mit mehr als 500.000 Teilnehmern aus den USA und Europa ergab, dass das subjektive Wohlbefinden zunächst abnimmt, vor allem zwischen 25 und 45 Jahren, der sogenannten „Rush Hour des Lebens“. Doch ab 50 Jahren steigt es wieder deutlich an.
Auch eine Metaanalyse von über 400 Studien bestätigt diesen Verlauf: Die Lebenszufriedenheit nimmt im Jugendalter ab, erreicht zwischen 40 und 50 Jahren einen Tiefpunkt und steigt danach bis ins hohe Alter kontinuierlich an.

Die Glückskurve soll ab 50 bis ins hohe Alter wieder nach oben gehen – so die Studie.
Wenn du was nicht ändern kannst, dann reg dich nicht auf
Wissenschaftler wie die Psychologin Vanessa LoBue haben bestimmte Merkmale definiert, die die Zufriedenheit mit 50 und darüber hinaus charakterisieren: Menschen in diesem Alter leben „bewusster im Moment“, wie sie es beschreiben. Die Kinder sind aus dem Haus, berufliche Unsicherheiten nehmen ab. Neue Stabilität schafft Raum für Neugier, Leichtigkeit und neue Lebensfreude.
Sagen wir mal so: alles richtig, alles korrekt. Ich kann es bestätigen, ich bin auch schon drüber. Darüber hinaus bin ich aber froh, kein Psychologe geworden zu sein. Ich würde es anders ausdrücken – und das tue ich hiermit: Das Leben ab 50 ist einfach geil. Entweder bist du dann was – oder du wirst es nie mehr werden. So what – dann ist es eben so. Wenn du was nicht ändern kannst, dann reg dich nicht auf.
Das Leben ist wie ein Tennisspiel – eines, das du gewinnen kannst
Tennisspielen zum Beispiel. Du stehst besser auf dem Platz, im Doppel eroberst du die T-Linie. Du bist noch gut im Doppel – im Einzel bist du langsamer geworden, na klar. Das Leben ist wie ein Tennisspiel – eines, das du gewinnen kannst.
Ich nehme Tennis hier als Parabel, lieber Leser. Es gibt immer eine T-Linie, an der man stehen sollte. Und wenn andere schneller sind als man selbst – wir über 50-Jährige haben den Jüngeren das Leben voraus. Mit 50 muss man keinem mehr etwas beweisen. Vor allem einem selbst nicht. Was du bist, ist in eine Form gegossen. Die Form ist dein Charakter und deine Persönlichkeit. Man nennt es Leben.
Bist du gut, dann bleibst du gut. Mach was draus. Bist du gesellig, sei mit deinen Freunden zusammen. Willst du allein sein – ab 50 kannst du es.
Ja, ich kann es bestätigen: Ab 50 geht das Leben wieder rauf. Wie hoch, wie lange – das ist dann unser nächstes Thema.
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