„Da wollte mich mal einer erwürgen!“ Friedrich-Ebert-Stiftung macht „dunkle Jahreszeit“ zur größten Gefahr im öffentlichen Raum
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Was für ein absurdes Video! Berlinerinnen erzählen, was sie alles tun, um in Deutschland „sicher nach Hause zu kommen“. Die Befragten berichten: Pfefferspray, Schlüssel-Faust und Notruf-App sind Standard, absolute Horror-Situationen bis hin zum Mordversuch auch. Schuld daran ist aber nicht die seit Jahren eskalierende Messergewalt in Deutschland, sondern ganz einfach „die dunkle Jahreszeit“ ...
Die SPD-nahe und steuerfinanzierte Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichte auf Instagram und Facebook einen Clip mit dem Titel: „Was Frauen* tun, um sicher nach Hause zu kommen“. Gleich der erste Satz im Beitrag ist hammerhart: „Da wollte mich mal einer erwürgen!“, berichtet eine Frau mit Pudelmütze im Park. Die Befragte kommt später ausführlicher zu Wort, erklärt, wie sie sich retten konnte: „Ich hatte einen Schlüssel in der Hand und habe ihm den in Gesicht gehauen. Dadurch war ich dann frei.“ Unfassbare Szenen, fast im Plauderton erzählt.
Warum sich Frauen für den Heimweg bewaffnen, wird stur verschwiegen
Es wird klar: Die Frauen im Beitrag schildern hier nicht, wie sie sich auf dem Nachhauseweg manchmal ein bisschen gruseln. Sie schildern die harte Realität in Deutschland im Jahr 2025: Härteste Gewalt kann jeden immer und überall treffen, weil immer mehr Gewalttäter ins Land kommen. Doch das wird – natürlich – nicht ein einziges Mal ausgesprochen. Nicht mal zwischen den Zeilen!
Hier der Beitrag:
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Die anderen Frauen im Clip der Friedrich-Ebert-Stiftung berichten, sie würden aus Angst vor Überfällen große Umwege laufen, Selbstverteidigungskurse machen, grundsätzlich keine Kopfhörer tragen, stets eine Notruf-App im Anschlag haben, immer die Schlüssel in der Faust als Waffe parat und „Pfefferspray besorgt“ haben.
Die Moderatorin guckt betroffen, während sie die Geschichten der Frauen hört. Sie sei auf die Idee gekommen, diesen Beitrag zu machen, weil es im Winter „gefühlt um 15 Uhr dunkel wird“ und sie sich gefragt habe: „Was machen eigentlich all die anderen Frauen, um sich sicher zu fühlen?“
Doch statt zu benennen, dass es weder „dunkle Ecken“ noch die dunkle Jahreszeit, sondern die überwiegend von Migranten verübten und immer mehr werdenden Gewaltverbrechen im öffentlichen Raum sind, die Frauen (und auch Männern) in Deutschland Angst machen, werden die Horror-Geschichten der Befragten einfach so geschnitten, dass kein einziges Mal klar wird, wovor und vor wem sie überhaupt Angst haben.

„Flinta“ ... Die Befragten wurden scheinbar sorgfältig ausgewählt.
Eine Radfahrerin berichtet: „Es hat sich massiv geändert in Berlin. Ich suche andere Wege, dass ich nur noch auf der Straße unterwegs bin.“
Eine Joggerin wird im Park befragt: „Würdest du hier auch abends joggen?“ Die Sportlerin: „Nee, da würd ich eher im Licht joggen.“ Sie sei der Meinung, dass man „dunklere Ecken jetzt im Winter meiden sollte“. Warum genau, bleibt ungesagt.
Eine Spaziergängerin sagt: „Ich finde eine Frau, egal, ob jung, ob alt, hat hier um diese Jahreszeit und in der Dunkelheit nichts zu suchen.“ Auch hier: kein Wort dazu, welche Gefahr in der Dunkelheit lauern könnte.
Die Gesprächspartnerinnen wurden allerdings scheinbar auch sorgfältig ausgewählt. Eine weitere Frau wird zitiert: „Es ist eine abgefuckte Sicherheit.“ Sie ergänzt, es sei wichtig, nicht zu normalisieren, dass „Flinta“ (linksextremer Kampf- und Sammelbegriff für Frauen und „marginalisierte Gruppen“) jeden Tag Gewalt erleben.
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Simone Schamann
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