Ex-Moderator rechnet mit ARD & ZDF ab: „Wer die Regierungspolitik kritisiert, ist ganz schnell ein Nazi“
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2025 soll der Rundfunkbeitrag, den jeder Haushalt in Deutschland zahlen muss, egal, ob er einen Fernseher, Radio oder Internetanschluss besitzt, von 18,36 Euro auf 18,94 Euro erhöht werden. Damit ist es nicht nur der teuerste öffentliche Rundfunk der Welt, sondern auch einer, der trotz der Zwangszahlung viel zu einseitig, in der Regel linkslastig, berichtet.
Das Problem kennt auch der Ex-SWR-Moderator Martin Ruthenberg, der fast 25 Jahre für den Regionalsender der ARD der arbeitete. „Ich habe mit Beginn der Corona-Pandemie Bauchschmerzen bekommen“, sagt er im Nachrichten-Talk „Stimmt!“. „Mir war klar, Menschen Angst machen, war genau das Falsche“. Ihm widerstrebte es, tagein, tagaus Todes- und Erkrankungszahlen, ohne jeden Kontext zu veröffentlichen. Der drohende Impfzwang ließ Ruthenberg ebenfalls an seinem öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber zweifeln.
SWR verwehrt Ruthenberg offenen Diskurs
Als einem guten Kollegen von ihm gekündigt wurde, weil dieser die Berichterstattung des SWR kritisiert hatte, „habe ich um einen offenen Diskurs gebeten“, erzählt Ruthenberg im NIUS-Talk. Er forderte die Rücknahme der Kündigung, schrieb einen hausinternen, offenen Brief und bat seinen Chef, diesen anonym im Intranet kommentieren lassen zu können. „Und die Reaktionen waren ernüchternd, um es abgekürzt auszudrücken“. Der Brief wurde nicht veröffentlicht. „Dann habe ich aufgehört, für den Sender zu arbeiten“.

Ruthenberg arbeitete beim SWR.
Es gebe keine offene Debatte mehr. „Wer die Regierungspolitik kritisiert, ist ganz schnell ein Nazi“, so der Ex-SWR-Mann. Viele der Redakteure lebten in ihrer eigenen Welt, hätten einen Tunnelblick, eine Fehlerkultur existiere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht. „Obwohl das immer bestritten wurde“, so Ruthenberg.
„Das ist eine Abwärtsspirale“. Dieser könne nur Einhalt geboten werden, wenn ARD und ZDF grundlegend „strukturell, inhaltlich und personell“ verändert würden, ist der ehemalige Moderator überzeugt. „Ich glaube an die Idee, die hinter dem Konzept des öffentlichen Rundfunks steht“. Aber jetzt müsse „ohne Tabus und Denkverbote“ eine Lösung gefunden werden. Sonst seien die Rundfunkanstalten bald obsolet.
Die ganze Sendung „Stimmt!“ gibt es hier:
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