Drohende Wehrpflicht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt drastisch
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Die Debatte über eine mögliche Rückkehr der Wehrpflicht zeigt deutliche Auswirkungen: Immer mehr Männer wollen den Kriegsdienst verweigern.
Im ersten Halbjahr 2026 gingen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben fast 5.900 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ein. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde.
Damit liegt die Zahl schon nach sechs Monaten weit über dem Wert des gesamten Vorjahres. 2025 waren knapp 3.900 entsprechende Anträge gestellt worden.

Die Bundeswehr bei einer aktuellen Übung in Litauen
Der starke Anstieg fällt mit dem Inkrafttreten des neuen Wehrdienstgesetzes zusammen. Seit Jahresbeginn versucht die Bundesregierung, deutlich mehr Menschen für die Bundeswehr zu gewinnen.
Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz verankert
Die Zahl der aktiven Soldaten soll bis 2035 von derzeit rund 185.000 auf mindestens 260.000 steigen. Zunächst setzt die Bundesregierung auf Freiwilligkeit. Reicht dieses Modell jedoch nicht aus, kann die Wehrpflicht wieder aktiviert werden. Dafür wäre ein Beschluss des Bundestags notwendig.
Offenbar wollen sich Tausende schon jetzt für diesen Fall absichern. Die Kriegsdienstverweigerung ist im Grundgesetz verankert. Wer aus Gewissensgründen den Dienst mit der Waffe ablehnt, kann einen entsprechenden Antrag stellen.
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