Rechtsextremist Liebich muss nun doch ins Männergefängnis
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Der verurteilte Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich soll nach seiner Auslieferung nach Deutschland seine Haftstrafe nun doch in einem Männergefängnis absitzen.
Liebich gilt offiziell als Frau. Doch er soll trotzdem seine Haftstrafe in einem Gefängnis für Männer verbüßen. Das habe die Anstaltsleitung im Frauengefängnis in Chemnitz entschieden, wie das sächsische Justizministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Liebich hatte seinen Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich ändern lassen, wie 2025 bekannt geworden war. Möglich machte dies das unter der Ampel-Regierung erlassene deutsche Selbstbestimmungsgesetz, dem zufolge man einmal im Jahr seinen Geschlechtseintrag ändern lassen kann.
Nach der Auslieferung von Tschechien nach Deutschland am Mittwoch war Liebich zunächst in das Frauengefängnis in Chemnitz gebracht worden. Noch am selben Tag wurde er dann in die Justizvollzugsanstalt Zeithain im Landkreis Meißen verlegt.

Blick auf die JVA in Zeithain im Landkreis Meißen
„Gut, dass die JVA schnell Klarheit geschaffen und sich nicht auf Inszenierungen eingelassen hat“, sagte Sachsens Justizministerin Constanze Geiert (CDU). Die Entscheidung der Anstaltsleitung sei nach einem Gespräch mit Liebich und einer Untersuchung der Person getroffen worden. Es sei bei der Entscheidung auch um die Sicherheit der Frauen im Justizvollzug in Chemnitz gegangen, hieß es.
Liebich war wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden.
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