600.000 Euro mehr: Hannover stockt Anti-Terror-Sperren auf
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Kurz vor dem Start des Maschseefestes und des Multisportevents „Finals 2026“ verschärft die Stadt Hannover ihr Sicherheitskonzept erheblich. Statt der ursprünglich geplanten rund 150 Poller und weiteren Schutzelemente sollen nun fast 670 Sperren aufgestellt werden. Dafür werden zusätzlich knapp 600.000 Euro benötigt. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ).
Wegen der Mehrkosten berief die Stadt am Mittwoch, dem 15. Juli, mitten in den Sommerferien eine Sondersitzung des Verwaltungsausschusses ein. Das Geld soll an das bereits beauftragte Unternehmen fließen, das die Veranstaltungsorte mit Barrieren gegen mögliche Amokfahrten absichert.
Nach Angaben der Stadt hatten Polizei und Sicherheitsexperten erst Anfang Juli empfohlen, deutlich mehr Flächen zu schützen als zunächst vorgesehen. Zusätzliche Sperren sollen unter anderem rund um den Sportpark am Stadion, auf dem Opernplatz und an der Leinewelle am Hohen Ufer errichtet werden. An diesen Orten werden ebenfalls Wettkämpfe der Finals ausgetragen.
Ursprünglich hatte die Verwaltung vor allem den Bereich rund um den Maschsee und die Culemannstraße als besonders schutzbedürftig eingestuft. Das Maschseefest beginnt am 22. Juli und läuft bis zum 9. August. Die Finals starten am 23. Juli. Bis zum 26. Juli werden dabei in 24 Sportarten die deutschen Meister ermittelt.
Nach Darstellung der Polizei wird das Sicherheitskonzept bereits seit Monaten fortlaufend zwischen den beteiligten Stellen abgestimmt. Hinweise auf eine konkrete Gefahr für das Maschseefest oder die Finals gebe es nicht. Schutzvorkehrungen gegen Amokfahrten gehörten bei großen Veranstaltungen im öffentlichen Raum inzwischen jedoch zum üblichen Sicherheitsstandard.
Im Februar errichtete die Stadt Frankfurt am Main neue Zufahrtsperren für 870.000 Euro.
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